Das "Schneiderlein" von Langenfeld !

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Im Märchen vom  "Tapferen Schneiderlein" wird der Held der Geschichte ein wenig zum Hochstapler, hatte er doch Sieben auf einen Streich erledigt. Nun kann man von diesem  Märchen keine eindeutigen Bezugspunkte zu einem Namensvetter herstellen, der mit gleichem Namen Chef im Langenfelder Rathaus ist. Also, ein Hochstapler ist der gewiss nicht, aber gewisse Aktionen von der Verwaltungsspitze stoßen bei den Betroffenen in der Bevölkerung auf Ablehnung.

Dieses Störfeuer musste in der Vergangenheit nicht immer ernst  genommen werden, verfügt die Partei der "Schwarzen" im Rathaus über eine satte Mehrheit, die aber dahinschmilzt. Die SPD fristet ja mehr oder weniger ein Schattendasein, die Inhalte und Lebendigkeit in der Diskussion entsprechen hier nur noch linear der Sitzverteilung, was manchem dieser Ratsherren nicht abhanden gekommen ist, das ist die Einschätzung der eigenen Wichtigkeit. Für die Opposition haben inzwischen andere den Schwerpunkt übernommen und viele Klarstellungen haben die BGL und auch die Grünen übernommen.

Vor allem die BGL zeichnet ein Profil ab, wenn es um die Information der Bürger geht. Vor einigen Wochen wurden sogar, wie man lesen konnte, die Bürger vor Ort im südlichen Stadtteil von geplanten Baumaßnahmen informiert und konnten sich in eine Diskussion mit den Ratsherren einbringen. Bravo, das nennt man bürgernahe Politik und der Wähler sollte sich das merken.

In dem Fall geht  es darum, dass Herr Schneider die Vorstellung hat, in Langenfeld den sozialen Wohnungsbau anzukurbeln. Und die Käufer zukünftiger Objekte können aufatmen, Langenfeld nimmt mit dieser Bauwut den Druck vom Markt, der von Köln und Düsseldorf aus enorm hoch ist. Das ist keine Interpretation sondern eine Begründung aus einer Ratssitzung !

Früher war dieses Terrain eine staatliche Aufgabe, aber viele Länder, ob in Dresden oder Düsseldorf haben Wohnungen gegen "Bares"  an Immobiliengesellschaften abgegeben, die den Anlegern Rendite versprechen. Derweil haben die Mietvereine es verstärkt damit zu tun, die Interessen ihrer Mitglieder zu wahren.

Die Städte Köln und Düsseldorf haben von den Zielen, angemessenen Wohnraum zu schaffen, nur ca. 50 % erreicht und da ist es löblich , wenn im Langenfelder Rathaus die Weichen gestellt werden, dieses Defizit mit auszugleichen. Hänschen Rosendahl würde rufen : "Das ist Spitze", aber die Sache hat einen Haken. Hier wird nicht der Staat aktiv, sondern diese soziale Wohltat überlässt man Bauträgern. Ackerland wird zum Bauland, die Natur weiter zurückgedrängt und so nebenbei errichtet der Bauträger auch noch einige Sozialwohnungen.

Nun sind die neuen Wohnhütten in Berghausen im Bereich des neuen Supermarktes keine Augenweide, aber sie verstecken sich ja hinter einer meterhohen Sichtschutzwand. Das soll in anderen Stadtteilen anders werden, endlich mal Eigentum um das man herumgehen kann, schicke Doppelhäuser, deren Preis so um die halbe Million Euro liegen dürfte. Wenn man "Bonzensiedlung"  dazu sagen würde, dann ist das aber total fehlbewertet !

Wie geschrieben, für die sozial Schwachen fällt auch etwas ab und auch Flüchtlinge sollen hier untergebracht werden - aber es ist mit Kaltmietpreisen von 8 Euro / qm  zu rechnen. So ist das, bei uns sind eben nur die Lebensmittelpreise recht günstig !

In Monheim läuft das anders, hier plant  man eine städtische Wohnungsbaugesellschaft zu gründen und überlässt das nicht den Bauträgern. Nach dem Führungswechsel im Rathaus gehen in Monheim "die Uhren so wie so anders" und man ist dort auf der "Überholspur". 
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