„Einkaufen ist in Düsseldorf Trumpf“

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Stellten die aktuelle Studie zum Thema Shopping-Tourismus vor: (v.l.) Dr. Ulrich Biedendorf, Tina Schmidt und Sven Schulte von der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf. Foto: Sven-André Dreyer
 
Betrachteten die Stimmung der Touristen im Detail: Studienprojektleiter Tina Schmidt (l.) und Sven Schulte (r.) mit IHK-Geschäfstführer Dr. Ulrich Biedendorf. Foto: Sven-André Dreyer
Die Einkaufsstadt Düsseldorf aus der Perspektive von Touristen und Unternehmern – dies war die Fragestellung der neuen IHK Studie, die gestern vorgestellt wurde. Die Vertreter der Industrie- und Handelskammer sind von der Stadt Düsseldorf als Touristenmagnet überzeugt.

Die Antworten von mehr als 1.300 befragten Touristen sowie über 1.100 Düsseldorfer Händlern, Dienstleistern, Gastronomen und circa 350 Hoteliers flossen in die aktuelle Studie der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf ein, um die Landeshauptstadt als Shoppingstadt bewerten zu können. „Düsseldorf zieht Shopping-Touristen an“, fasst IHK-Geschäfstführer Dr. Ulrich Biedendorf gleich zu Anfang der Präsentation die Ergebnisse der Studie zusammen.
Verschiedene Kriterien wurden an insgesamt neun Befragungsstandorten in Düsseldorf ermittelt. An der Umfrage nahmen nahezu identisch viele Frauen wie Männer teil. Dabei ist der Großteil der Touristen zwischen 21 und 50 Jahre alt. Während der Anteil der über 50-Jährigen auf der Königsallee überdurchschnittlich hoch war, waren zum Zeitpunkt der Befragung auf der Schadowstraße und in der Altstadt überdurchschnittlich viele unter 30-Jährige unterwegs. Rund 42 Prozent aller Touristen reisten mit dem Auto an, während 37 Prozent mit dem Zug angereist waren. 13 Prozent nutzten für ihren Besuch der Landeshauptstadt das Flugzeug, Busse und Fernbusse spielten eine nur untergeordnete Rolle bei den Verkehrsmitteln. Die Top-3-Herkunftsländer der internationalen Gäste machten mit 20 Prozent Niederländer, mit acht Prozent Briten und mit sieben Prozent Belgier aus.

Waren- und Geschäftsangebot überaus zufriedenstellend

Unabhängig von Alter, Herkunft und Anreiseart, das Ergebnis der Befragung ist eindeutig: Die Menschen, die als Touristen nach Düsseldorf kommen, sind mit dem Waren- und Geschäftsangebot überaus zufrieden. Durchschnittlich geben sie dabei rund 220 Euro im Handel aus. Internationale Gäste lassen, statistisch betrachtet, sogar über 400 Euro in der Stadt. Auf den Einkaufszetteln der Touristen stehen besonders Beleidung und Schuhe, aber auch Luxusartikel werden gerne und oft gekauft. Während die Schadowstraße ihrem Ruf als Schuhmeile ungebrochen gerecht werde, verlagere sich der Einkauf von Luxusartikeln deutlich an die Königsallee.

Umfangreiche Kriteriensammlung

Bei der umfangreichen Befragung bestimmten auch Kriterien wie die Erreichbarkeit der Stadt sowie die Aufenthaltsqualität die Inhalte der Studie, „die als Grundlage für weitere Gespräche mit Händlern, der Stadt und der Düsseldorf Marketing und Tourismus (DMT)“ dienen sollen, so Dr. Biedendorf.
Neben der Zufriedenheit mit dem umfangreichen Angebot des Einzelhandels wird auch das Gastronomieangebot besonders geschätzt. „Viele Touristen gehen nach dem Einkaufen auch Essen und nutzen das umfassende gastronomische Angebot“, weiß Sven Schulte, Marketingexperte der IHK, zu berichten. „Gute Umsätze bescheren dem Handel und der Hotellerie stets die in Düsseldorf stattfindenen Messen, während Fußballspiele in der Gastronomie die Kassen klingeln lassen“, so Schulte weiter.
Auch wenn sich, so ermittelte die Befragung, 95 Prozent der Touristen per Pedes in der Stadt bewegen und die Stadt als Ort der kurzen Wege wahrgenommen wird, stellen vor allem die Baustellen in der Innenstadt Touristen und Kaufleute vor ein Problem, das die Einkaufsfreude trübe.

Baustellen wirken beeinträchtigend

„Es ist gut, dass es sich dabei nur um ein temporäres Problem handelt und viele Bagger verschwinden werden, wenn die Wehrhahn-Linie in Betrieb geht“, so IHK Stadtmarketingexperte Schulte. Mitunter bemängelten die befragten Touristen auch fehlende Wegweiser, zum Beispiel vom Hauptbahnhof zum Rhein. „Auch fehlende Grünflächen, fehlende Sitzgelegenheiten und fehlende öffentliche Toiletten wurden durch die in Düsseldorf einkaufenden Touristen bemängelt und vermisst“, erklärt Tina Schmidt einen Teil der Antworten befragter Touristen und verweist auf das potential ener Neugestaltung der innerstädtischen Oberflächen.

Vermarktung ist deutlich ausbaufähig

Handlungsbedarf sieht die IHK auch in der Vermarktung der Stadt Düsseldorf als Einkaufsstadt überregionaler Bedeutung. „Düsseldorf sollte in der Zukunft nicht zurückhaltend sein und durchaus die herausragende Position als Einkaufsstadt von überregionaler Bedeutung herausstellen“, betont Dr. Ulrich Biedendorf. Dazu gehöre auch die internationale Vermarktung der Stadt. Das bisherige Marketing ziehe nur einen kleinen Teil der Shopping-Touristen an, und auch die Unternehmer wünschten sich mehr Werbung für die Einkaufsmetropole. Im Hinblick auf eine Werbung, die im vergangenen Herbst für Aufsehen gesorgt hatte, sagte Sven Schulte abschließend: „Die Plakatkampagne, mit der im Herbst im Umland für Shopping in Düsseldorf geworben wurde, ist ein guter Ansatz, um auch überregional und international zu werben“.
Die Broschüre „Shopping-Tourismus in Düsseldorf – Die Einkaufsstadt aus der Perspektive von Touristen und Unternehmern“ können Interessierte auf der Seite der Industrie- und Handelskammer unter www.duesseldorf.ihk.de, Dokumentennummer 98084 kostenlos heruntergeladen.
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2 Kommentare
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 06.01.2015 | 19:45  
5.795
Neithard Kuhrke aus Wesel | 14.01.2015 | 23:11  
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