Fahrradboxen: 29 von 124 Fahrradboxen sind bereits installiert

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Die neuen Fahrradboxen sollen an verschiedenen S-Bahnhöfen installiert werden.

Im Rahmen der Förderung des Radverkehrs setzt die Landeshauptstadt Düsseldorf ein weiteres Element um:

An sechs Standorten im Stadtgebiet sollen in zwei Stufen insgesamt 124 Fahrradboxen installiert und in Betrieb genommen werden. In der ersten Stufe wurden als Pilotanlagen die Standorte Benrath Bahnhof mit 17 Boxen und Eller-Süd S mit 12 Boxen versehen. Das sind zunächst 29 Boxen. Am vergangenen Mittwoch wurden die ersten Fahrradboxen am Benrather Bahnhofoffiziell in Betrieb genommen und die Anlage an Armin Weiß, den Prokuristen der Zukunftswerkstatt Düsseldorf als Betreiber, übergeben.

Nach Auswertung der Anlaufphase der Pilotanlagen und Abschluss der weiteren Planungen sollen auch an den Standorten

Angermund S

(32 Boxen),

Flughafen Bahnhof

(40 Boxen),

Hellerhof S

(10 Boxen) und

Hamm S

(13 Boxen - nach Fertigstellung der DB Umbauarbeiten) die neuen Fahrradboxen realisiert werden.

"Bei den neuen Fahrradboxen handelt es sich um Bike-and-Ride-Anlagen, die zum Zwecke der Verknüpfung von Öffentlichem Personennahverkehr, Schienenpersonennahverkehr der Bahn und Fahrrad geschaffen wurden. Zur einwandfreien Funktionsfähigkeit mussten vorab die Flächen baulich eben hergestellt und für das elektronische Schließsystem ein Stromanschluss geschaffen werden. In Benrath befinden sich die Fahrradboxen auf einer städtischen Fläche mit einer relativ nahen öffentlichen Stromversorgung.

Die Fahrradboxen werden von der Radstation Düsseldorf betrieben, einem Betrieb der Zukunftswerkstadt Düsseldorf (ZWD). Als Unternehmen der Sozialwirtschaft bietet die ZWD Langzeitarbeitslosen in eigenen Zweckbetrieben wie der Radstation die Möglichkeit, ihre Chancen auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen.

"Wir freuen uns, dass uns die Stadt Düsseldorf mit der Betreuung der Radboxen beauftragt hat", so Armin Weiß, Prokurist der ZWD. Der Zugang zu den Boxen erfolgt über ein elektronisches Schließsystem mittels Chipkarte (ISIGO). Wer die Boxen nutzen will, erhält bei der Radstation am Hauptbahnhof gegen Vorlage des Personalausweises sowie eines Pfands von 20 Euro eine Chipkarte. Diese wird nach Entrichtung des Benutzungsentgelts für die gewünschte Nutzungsdauer aufgeladen. Die Vermietung der Boxen ist tageweise, monatsweise oder für ein ganzes Jahr zu einem Benutzungsentgelt von 0,80 Euro/Tag (Mindestgebühr), 8 Euro/Monat oder 80 Euro/Jahr vorgesehen.

Das elektronische Schließsystem ISIGO ist ein offenes System, welches vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr entwickelt wurde und daher auch schon in einzelnen anderen Städten in NRW, wie zum Beispiel in Essen und Duisburg eingesetzt wird. Neben der ISIGO-Chipkarte plant der VRR zukünftig noch die Nutzung durchein E-Ticket. Das elektronische Schließsystem ermöglicht per Fernübertragung eine Belegungskontrolle durch den Betreiber ZWD; es wird z. B. angezeigt, ob die Boxentür offen oder geschlossen ist.

Ein Nutzerwechsel kann per Datenfernübertragung der Anlage vor Ort mitgeteilt werden, so kann er schnellstens und damit kundenfreundlich durchgeführt werden. Durch das Codekartensystem entfallen übliche Schließzylinder oder Kartenschlitze und damit auch die Möglichkeit, diese beispielsweise durch Verstopfung mit Kaugummi unbenutzbar zu machen.

Zur äußeren Gestaltung der neuen Fahrradboxen wurde ein für die Stadt Düsseldorf passendes Design entwickelt, welches unter anderen bekannte Düsseldorfer Sehenswürdigkeiten darstellt und als rote Folie auf die grauen Boxen aufgetragen wird.

Die Kosten der bereits 29 installierten Fahrradboxen betragen rund 132.000 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für die eigentlichen Boxen, die Folienbeklebung, die Herstellung der Stromanschlüsse und die bauliche Vorbereitung der Aufstellfläche. Der Verkehrsverbund Rhein- Ruhr gewährt pro Fahrradbox einen Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro.

Neben ADFC und einiger Parteien forderten in der Vergangenheit auch die FREIEN WÄHLER Düsseldorf flächendeckend Fahrradhäuschen.
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