FREIE WÄHLER: Mehr Geld und mehr Zeit für Bildung

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Düsseldorf/NRW. Bildung sehen wir als lebenslangen Prozess, er beginnt mit der Geburt und endet, wenn wir diese Welt wieder verlassen. Sie ist die Grundlage einer modernen Gesellschaft für den den Zugang zu Arbeit und Wohlstand. Bildung ist das Fundament für Demokratie und Frieden und darf nicht vom Status der Eltern abhängig gemacht werden. Ein weitreichendes Thema, womit sich Dr. Hans-Joachim Grumbach von den FREIEN WÄHLERN NRW nach einem Wahlerfolg im Landtag beschäftigen wird.

Grumbach ärgert sich, dass die etablierten Parteien – insbesondere immer, wenn Wahlen anstehen – sich dieses Themas annehmen. „Am Ende kommt jedoch oft nur heiße Luft heraus oder es wird herumgetrickst, was das Zeug hält. Nehmen wir mal das Beispiel Kitas:

Mit den 430 Millionen aus dem Topf des nach kurzer Zeit als verfassungswidrig erklärten Betreuungsgeldes konnte die Familienministerin Christina Kampmann (SPD) auch keine großen Sprünge machen; in NRW stehen mehrere Hundert Einrichtungen kurz vor der Schließung. 2016 kündigte die die neue NRW-Familienministerin Christina Kampmann (SPD) an, ein neues Kita-Gesetz „zu Beginn der kommenden Legislaturperiode“ einzuführen. „Damit wolle sie die Finanzierung neu regeln und wegen der steigenden Geburtenrate und der Flüchtlinge die Grundlage für 7000 neue Kita-Plätze schaffen, da viele aus Syrien stammende Flüchtlinge häufig "bildungsarm" seien. Leider wird dieses Gesetz auch noch auf sich warten lassen.“

In der letzten Legislaturperiode hat sich auch auf dem Gebiet der Schulen und Inklusion nicht viel getan. Laut des neuen Bildungsfinanzberichtes des Statistischen Bundesamtes wird in keinem der anderen Bundesländer so wenige Geld pro Schülerin und Schüler ausgegeben wie in Nordrhein-Westfalen. Im Ergebnis werden Schulen geschlossen oder zusammengelegt.

Grumbach: „Wir FREIE WÄHLER sind der Überzeugung, dass ein differenziertes und flexibles Schulsystem bei weitem besser ist, als eine Schule für alle. Die damit zwangläufig in Verbindung zu bringende „Gleichmacherei“, hätte aus unserer Sicht fatale Folgen für die Zukunft unserer gesamten Gesellschaft. Daher muss das derzeitige Bildungssystem in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich hinterfragt und die in den vergangenen Jahren aus unserer Sicht falsch getroffenen politischen Entscheidungen korrigiert werden. Wir wollen, dass unser Bildungssystem den Lernenden die besten Fördermöglichkeiten für die entsprechenden individuellen Begabungen bietet, denn jeder Mensch ist anders und jeder hat ganz spezielle Fähigkeiten. Alle über einen Kamm zu scheren, würde daher niemandem gerecht werden. Zudem setzen wir uns auf die Beibehaltung der Schulnoten in den Grund-schulen ein. Diese sind ein bewährter und guter Vergleichsmaßstab für Schüler, Eltern und Lehrer. Eine Benotung mit einer ausschließlich schriftlichen, subjektiven Beurteilung durch den Lehrer schafft keineswegs mehr.“


Mehr Zeit zum Lernen

Die Schule soll aus Sicht der FREIEN WÄHLER nicht nur dafür da sein, um Wissen zu vermitteln. Es soll dort auch das Können entdeckt und gefördert werden. Dafür braucht es ausreichend Zeit. Es nützt niemandem in unserer Gesellschaft etwas, wenn unsere Kinder z. B. an vielen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen nur noch acht Jahre Zeit für diese ganzen Entwicklungsprozesse haben.

„Auch ein Gymnasialschüler braucht genügend Zeit, das Gelernte zu verinnerlichen und zu vertiefen. Und die ganz wichtige Zeit, um persönlich zu reifen und sich zu entwickeln. Durch das bloße Verordnen per Gesetz wird sich ein Mensch in seiner Persönlichkeit keinesfalls schneller entwickeln!

Der letzte genannte Punkt wird leider oft in den Debatten um „G8“ - „G9“ an den Gymnasien vergessen. Es ist aus Sicht der FREIE WÄHLER aber mindestens genauso wichtig, wie die reine Zeit zur Wissensvermittlung. An Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe haben die Schüler in Nordrhein-Westfalen bereits neun Jahre Zeit zum Lernen und zur Persönlichkeitsentwicklung. Ob nun G8 oder G9: die Entscheidung, wie lange jemand benötigt, sollte von den Eltern bzw. Schülern selbst gewählt werden können“, so der 50-jährige Diplom-Chemiker.
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