Gemeinsam stark machen für die Stadtteile

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Lauschte interessiert den konstruktiven Vorschlägen der Düsseldorfer Werbegemeinschaften: Oberbürgermeister Thomas Geisel (r.). Foto: Stefanie Siegel
 
Das Interesse am Dialog war groß, die Vorschläge konstruktiv: Jürgen Hagendorn erläutert Oberbürgermeister Thomas Geisel Probleme der Werbegemeinschaften in den Stadtteilen. Foto: Stefanie Siegel.
Den Einzelhandel in den Stadtteilen stärken und die Händler- und Werbegemeinschaften vor Ort durch städtisches Know-how unterstützen – Oberbürgermeister Thomas Geisel lud Vertreter der Düsseldorfer Werbegemeinschaften zu einem konstruktiven Dialog ins Rathaus.

Es war voll im Plenarsaal des Rathauses. Insgesamt 18 Vertreter der 17 Düsseldorfer Händler- und Werbegemeinschaften hatten an der Diskussionsrunde zur Quartiersentwicklung teilgenommen, zu der Oberbürgermeister Thomas Geisel eingeladen hatte. In einem konstruktiven Gespräch präsentierten drei zuvor gewählte Vertreter der Interessengemeinschaften – Jürgen Hagendorn aus Eller, Christina Dehn aus Bilk sowie Wilhelm Behmer von der Nordstraße – Geisel in Impulsvorträgen die drängendsten Anliegen der Gemeinschaften.
So regte Hagendorn die Diskussion um eine Vermeidung von Geschäftsleerständen in den Stadtteilen an. Denkbar sei, so Hagendorn, Leerstände tagesaktuell online auf einer dafür einzurichtenden Seite anzuzeigen. Dies, so Hagendorn weiter, erleichtere den Überblick und würde ermöglichen, mit interessierten, neuen Unternehmern einen gesunden Branchenmix in den Stadtteilen zu realisieren, eine doppelte Ausstattung mit den immer gleichen Geschäfstideen zu vermeiden. Neben dem Verweis auf die Aktion „Kunst gegen Leerstand“ – eine entsprechende Idee zur Zwischennutzung leer stehender Geschäftsräume verfolgt die Stadt bereits seit vielen Monaten und richtete dafür nun eigens eine zentrale Stelle ein – nahm Geisel die Idee interessiert auf. Allerdings, so der Oberbürgermeister, müsse das „Leerstandkataster“ zentral verwaltet, aber lokal gepflegt werden. Eine führende Rolle bei Aufsetzen und zentraler Pflege einer entsprechenden Seite käme dabei der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu. Diese dokumentiert nach Aussage von Sven Schulte, bei der IHK Düsseldorf zuständig für die Stadtteilentwicklung, bereits Leerstände, eine Zusammenführung aktueller Informationen mit bestehender Technologie sei möglich.

Gegen Leerstände und für Ansprechpartner

Zudem wäre, so ein weiterer Wunsch Hagendorns, ein zentraler Ansprechpartner in Fragen zum Beispiel zu Flächennutzung bei Stadtteilfesten aber auch Unklarheiten rund um formale Organisation in der Stadtverwaltung wünschenswert. Angedacht ist, dass in diesen Fällen den entsprechenden Bezirksvertetungen mehr Handlungsspielraum eingeräumt wird.
Während Christina Dehn von der Interessengemeinschaft „Loretto 360°“ eine Verlinkung der einzelnen Homepages der Werbegemeinschaften auf der Seite der Stadt Düsseldorf anregte – dort sind bislang lediglich die Bereiche Altstadt, Königsallee, Schadowstraße und Medienhafen aufgeführt –
trug Wilhelm Behmer den Wunsch nach einem verbesserten Baustellenmanagement vor. Frühzeitig, so ein Wunsch Behmers, sollten Eigentümer, Anwohner, ausführende Unternehmen und Händler in die Planungen einbezogen werden. Aus eigenen Erfahrungen könne er von reibungslosen Abläufen bei Umbauten wie zum Beispiel Neuverlegung von Straßenbahnschienen berichten, wenn zuvor alle Beteiligten an einem Tisch gesessen hätten.
Eine Überprüfung der Umsetzung der von den Werbegemeinschaften vorgetragenen Anregungen sowie weitere Abstimmungen zwischen Interessengemeinschaften und Stadt solle zukünftig erfolgen, versprach Geisel. Denkbar wäre auch hier, dass ein weiterer Austausch zwischen Stadt und Händlergemeinschaften über die IHK erfolge.
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