„Ich gehe gerne täglich ins Rathaus“

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Thomas Geisel (SPD) bekleidet nun seit 100 Tagen das Amt des Düsseldorfer Oberbürgermeisters. Zeit, eine Bilanz zu ziehen, meint Geisel und lud in der vergangenen Woche Journalisten zu einem Pressefrühstück ein.

„Die Dinge, die ich anstoßen wollte, habe ich angestoßen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel und resümiert die vergangenen 100 Tage im Amt selbstbewusst.
Auf seiner Agenda standen Punkte, die auch während seines Wahlkampfes immer wieder Thema waren: Verkehr und Schule, das umfassende Bäderkonzept und die neue Führungskultur im Rathaus, Stichwort „Dialog“. Und auch das Thema Wohnen, ein ebenfalls wichtiges Thema in Geisels Wahlkampf, nahm großen Gesprächsraum während des Frühstücks ein: „Die Projekte zum bezahlbaren Wohnen sind auf einem gutem Weg“, so Geisel, „Investoren finden den Anteil von 30 Prozent gefördertem Wohnungsbau verlässlicher als eine „preisgedämpfte“ Quote“. Und auch, dass Genossenschaften stärker in Bauprojekte der Stadt eingebunden werden, sei massiv vorangetrieben worden, so der Rathauschef.

Thema Asylbewerber on Top

„On Top komme“, so sagt Dieter Schneider-Bichel, Sprecher des Oberbürgermeisters, „das Thema der Unterbringung von Asylbewerbern.“ Die Stadt will weg von der Unterbringung in Hotels. Stattdessen sollen an mehreren Standorten der Stadt hochwertige Container in Systembauweise aufgestellt werden. Baudezernent Gregor Bonin soll bis Jahresende 400 zusätzliche Plätze für die erwarteten Flüchtlinge schaffen. Dann würde Düsseldorf bis Ende 2014 insgesamt 1.900 Flüchtlingen Unterkunft bieten.
„Ich habe nun nach 100 Tagen die Erkenntis gewonnen, dass einiges zu tun ist“, erzählt Geisel, der jeden Morgen bereits um 4.30 Uhr aufsteht, um seine Post zu bearbeiten. Meist enden seine Arbeitstage spät in der Nacht. Die Frage, wie er derart anstrengende und mitunter belastende Tage durchhält, beantwortet Geisel prompt: Neben gesunder Ernährung und einer guten Kondition sei es vor allem wichtig, auch mal abschalten zu können und bewusst Kontrapunkte zu setzen. Dies gelinge ihm am besten, wenn er mit seinen Kindern frühstücke, lacht Geisel. Eine seiner Töchter lerne gerade in der Schule Latein, „da kommt man auf ganz andere Gedanken.“

Auch in zukunft ausgeprägte Dialogbereitschaft

Zudem hält Geisel fest an seiner ausgeprägten Dialogbereitschaft. Dies verdeutlicht auch eine Erweiterung der Homepage der Stadt Düsseldorf, denn auf der Startseite www.duesseldorf.de finden Interessierte ab sofort den Punkt „Dialog“. Dort wird es zukünftig möglich sein, Anregungen, Kritik und Beschwerden in moderierter Form loszuwerden. Neben dieser digitalen Form der Kontaktaufnahme ist es Bürgen auch in Zukunft weiterhin möglich, den Oberbürgermeister persönlich zu treffen, denn auch der Stadtteildialog wird maßgeblich vorangetrieben und führt Geisel zu den Bürgern.
Und auch wenn die Tätigkeit als Oberbürgermeister mitunter anstrengend und sehr vielfältig ist, „ich gehe sehr gerne täglich ins Rathaus“, erzählt Thomas Geisel.
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1 Kommentar
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Elke Es Said aus Düsseldorf | 26.12.2014 | 18:59  
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