Integration jetzt

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Düsseldorf: Landtag Nordrhein-Westfalen |

Schneller als noch vor kurzem gedacht, wird sich Deutschland in den nächsten Jahren verändern. Diese Veränderungen machen Angst. Doch Angst ist selten ein guter Ratgeber.

Integration von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Die Integration von politischen Flüchtlingen nach Art. 16 GG wird nur gelingen, wenn sie als ein gesamtgesellschaftliches Projekt verstanden und der Bevölkerung vermittelt wird, dass dafür ein langer Atem notwendig ist. Noch sind Offenheit und Willkommenskultur in der Bevölkerung groß, aber auch bei den Wohlmeinenden wächst die Sorge, dass Deutschland trotz seiner wirtschaftlichen Stärke mit einer so großen Zahl von Flüchtlingen nicht zurechtkommen wird.

Wir brauchen eine gemeinsame Wertebasis und gesellschaftlichen Dialog.

Wir müssen uns auf gemeinsame Werte und Normen verständigen, die in der Verfassung unseres Landes verankert sind und zu denen sich alle gleichermaßen bekennen. Kennen wir diese gemeinsame Basis im Konkreten wirklich? Sprechen wir sie für uns aus und diskutieren die Werte in Partei und Vereinen. Nur so können wir erkennen wo im Einzelfall die Grenzen der Toleranz liegen. Hier sind die offenen Parteien, die Bürger, mit ihrer Kraft zum Dialog, auch zum streitbaren Dialog, gefragt. Wenn wir hier eine Meinung haben, erst dann sind wir in der Lage mit den Flüchtlingen zu sprechen. Es kommt darauf an, dass sich die Bürger über eine allen gemeinsame Sprache verständigen können. Sprache öffnet Türen. Es ist wichtig, dass man sich zugehörig fühlt, auch emotional. Nur dann entstehen über alle Unterschiede hinweg Zusammenhalt und Gemeinsamkeit. Wir müssen raus aus der Anonymität. Wir müssen Flagge zeigen.

Wir werden uns über die Schlagworte, die es zu vermitteln gilt, schnell einigen können, wie Kenntnisse der Rechtsordnung, der Kultur und der Geschichte Deutschlands, insbesondere auch die Werte des demokratischen Staatswesens der Bundesrepublik Deutschland und der Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung, Toleranz und Religionsfreiheit.

Vielleicht erkennen wir:

Der Aspekt der politischen Bildung und der Werteerziehung muss sehr viel stärker in den Vordergrund rücken. Wie überhaupt die politische Bildung, Demokratie- und Werteerziehung in den Schulen forciert werden müssen, für Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund. Wo können die Flüchtlinge dies lernen und erfahren?

Was wird derzeit angeboten:

Vorgesehen sind Integrationskurse mit insgesamt 660 Stunden. Wer sich informieren will erhält derzeit folgende Meldung:" Aufgrund der hohen Nachfrage kommt es derzeit zu längeren Wartezeiten. Bitte haben Sie deshalb ein wenig Geduld, wir bearbeiten Ihre Bestellung schnellstmöglich"

Allerdings sind nur 60 Stunden für den so genannten Orientierungsteil, gemeinsame Wertebasis und Alltagswissen vorgesehen. Dazu kommt die Angebote sind nicht immer kostenfrei und müssen beantragt werden. Dies bei 12 Mrd.€ Bundeshaushaltsüberschuss in 2015. Es lebe der Verwaltungsvorgang.

Alltagskompetenz in einer Woche. Sieht so eine frühzeitige und nachhaltige Integration von Flüchtlingen aus, die bleiben werden!?

Wir sind gefordert.

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3 Kommentare
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Herbert Johannsen aus Bochum | 14.01.2016 | 13:53  
2.835
Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 14.01.2016 | 14:32  
2.835
Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 15.01.2016 | 19:55  
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