Langenfelds städtebauliche Modetrends !

Anzeige
Diesmal dürfen die Bürger und Anlieger mitmachen und ihre Ideen zur Neugestaltung eines Platzes zwischen Rathaus und Stadtgalerie mit einbringen. Angeblich ist dieser Platz, wenn man ihn so nennen will, verbesserungswürdig. Vergleicht  man diese Fläche mit der des Marktplatzes oder der vor der Stadtsparkasse, dann ist es eher eine Fläche, die man zwischen Rathaus und Stadtgalerie überbrücken muss oder man hat Besorgungen in einem der angrenzenden Läden zu machen - es ist eher ein Plätzchen !

Öfter benutzt wurde er bisher tagsüber von Bürgern, die sich in einer eher verdeckten Ecke sammelten und dort ihren Durst stillten, wohl aber kaum, weil ihnen die Gegend so beschaulich vorkam. Vielleicht sass da auch mal jemand, der die Wartezeit im Strassenverkehrsbüro an der frischen Luft verbringen wollte und zudem nach einem Glimmstengel verlangte.

Nun soll der Bagger kommen. Ein Landschaftsarchitekt ist nun mit der Neugestaltung dieses Fleckens beauftragt, nicht sein ureigenes Metier, aber dem Kreativen dürfen keine Grenzen gesetzt sein.

Was den Nutzungsgrad des Platzes anbetrifft, dürfte eigentlich kein Handlungsbedarf bestanden haben, der Zugang von der Ostseite ist durch Platanen einladend gestaltet, dann verzweigt er sich in mauerumfaßte Beete und wird durch ein zentrales Gebäude eingeengt.

Eigentlich könnte das in Grundsatz so bleiben - diese Gedanken wären vorhanden, wenn man auch berücksichtigt,  was Veränderungen kosten und deren Vorteile abwägt. So ist man vergleichsweise geneigt, des öfteren im Haus oder in der Wohnung ein neues Badezimmer einzurichten, wenn man mit den regelmäßig ins Haus kommenden Prospekten konfrontiert wird. Wer hat denn noch eine stehende Toilettenschüssel oder nur ein Waschbecken, letzteres fördert doch nur den Stress bei der morgendlichen Rush-Hour. Mit dem Duschtempel des Nachbarn hat man doch auch schon längst gleichgezogen. In den eigenen vier Wänden ist man mit den Kosten nicht so pingelig, im Öffentlichen Raum sollten aber andere Maßstäbe gelten !

Nun zeigt die Rheinische Post in ihrer heutigen Lokalausgabe Varianten auf, wie es denn "schöner"  werden soll. Von den Kosten erfährt man nichts, entweder stehen sie noch nicht fest oder sie müssen noch ermittelt werden. Zunächst geht es erst mal um den  Impuls, etwas Neues zu beginnen.

Nun lässt sich auch Bestehendes kreativ  entwickeln, da gilt es zuerst zu eruieren, was sich die damaligen Planer bei der Gestaltung des Plätzchens gedacht  hatten. Vielleicht ist einiges von dem , was an Inspirationen vorlag, in Vergessenheit geraten oder wurde nach und nach vernachlässigt ? Gerade im TV trifft man immer wieder auf Sendungen, in denen ein Fachmann aus der Gärtnerbranche manchem Gartenliebhaber vorschlägt, wie durch eine Gestaltung mit Pflanzen und Blumen ein optischer Umschwung von seiner eher tristen Gartenfläche erreicht werden kann. 

Ist das für Langenfeld zu wenig ?
1
Einem Mitglied gefällt das:
1 Kommentar
11.918
Marlies Bluhm aus Düsseldorf | 09.12.2017 | 11:26  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.