Lasst die Masken fallen! Der Maskenball der Gesellschaft ......

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Karneval, ein Projekt für den Alltag?

Die närrische Zeit ist wieder da. In den Karnevalshochburgen steht die Welt Kopf und es herrscht ein buntes Treiben. Masken und Kostüme sind an der Tagesordnung und bringen ein farbenfrohes Bild in unsere Städte. Die Masken des Alltags sind dagegen weniger bunt.…..



Denn tragen wir wirklich nur zu Karneval Masken? Ich bin mir da nicht so sicher. Zu sehr müssen wir uns oft anpassen, unsere Meinung verschweigen, um nicht aufzufallen, nicht zum Außenseiter zu werden und nicht gegen den Mainstream zu schwimmen.
Wir nehmen Rücksicht und verstecken uns hinter Gesichtern, die eigentlich nicht unsere sind.

Politik, Medien und Wirtschaft treten uns auch oft maskiert entgegen. Präsentieren uns eine heile und friedliche Welt. Doch wehe, wenn die Masken fallen....
Beim Absetzen der rosaroten Brille zeigen sich schon mal Schreckgespenster und andere Gestalten sowie Szenarien, die man nicht erleben möchte. Das ist dann nicht Karneval, sondern ein Gruselkabinett.

Wäre es nicht schön, wenn wir uns alle mit offenem Visier begegnen würden? Mit Toleranz, Respekt und ohne Gewalt? Dies kann jedoch nur gelingen, wenn wir alle die Masken fallen lassen und ehrlich zueinander sind. Keine Bevorzugung bestimmter Gruppen oder sogenannter Eliten, gleiches Recht für alle, gleiche Pflichten für alle.

Zeigen wir uns doch alle als das was wir sind, Menschen!


Menschen mit Fehlern, Ängsten, Makeln, aber auch Menschen mit Herz, Verstand und vielen guten Eigenschaften. Jeder Mensch ist ein Unikat, ist einmalig und etwas Besonderes.
Es gibt gute und böse Menschen, die man ohne Masken jedoch viel leichter unterscheiden kann. Dem Bösen freundliche Gesichter aufzusetzen, ändert nicht das Böse, sondern birgt vielfältige Gefahren, schürt Ängste und Hass.
Dem Bösen muss gemeinsam begegnet werden, es muss benannt, aufgezeigt werden und in seine Schranken gewiesen werden.

Diesen Mut haben viele Karnevalisten an diesen närrischen Tagen mit ihren Mottowagen, die mit einem Augenzwinkern auf ernste Dinge und Problematiken hinweisen oder auch Büttenredner, die humoristisch die alltäglichen Sorgen und Schwierigkeiten der Gesellschaft aufarbeiten und benennen.

Somit heißt Karneval nicht nur Schunkeln und Feiern, sondern auch kritisches Hinterfragen.


Und obwohl an diesen Tagen viele Masken tragen, fallen die alltäglichen Masken hier ab. Durch die gelöste Stimmung werden Dinge angesprochen, die sonst oft totgeschwiegen werden.

Karneval ein Projekt für einen besseren Alltag? Ich glaube, ja!

In diesem Sinne wünsche ich mir wenigstens ein klein wenig mehr Alaaf und Helau im Alltag.

Ich verbleibe mit karnevalistischen Grüßen

Anja Fiedler
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