LKA-NRW: Ermittlungsgruppe eingerichtet - Experten des Landeskriminalamtes NRW (LKA NRW) jagen Geldautomaten-Banden

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Düsseldorf: LKA NRW Düsseldorf | LKA-NRW: Ermittlungsgruppe eingerichtet - Experten des
Landeskriminalamtes NRW (LKA NRW) jagen Geldautomaten-Banden

Diese LKA-Meldung erreichte mich soeben:

"Es gab bislang 31 Angriffe auf Geldausgabeautomaten (GAA) in diesem Jahr, davon acht Versuche, bei denen die Täter scheiterten.
Dies muss beendet werden", erklärte der
Direktor des LKA NRW, Uwe Jacob, heute in Düsseldorf.

"Unter der Leitung von erfahrenen Ermittlern meines Dezernates zur Bekämpfung
der Organisierter Kriminalität (OK) habe ich eine Ermittlungsgruppe
eingerichtet, die ab sofort alle diese Straftaten in
Nordrhein-Westfalen zentral und umfassend auswerten und analysieren
wird, um die Täter zu identifizieren und festzunehmen," so Jacob.


Erste Erkenntnisse aus einer Besprechung mit niederländischen
Polizeibeamten vor einigen Tagen im LKA NRW lassen den Schluss zu,
dass diese Täter mehreren Gruppen angehören, die in den Niederlanden
aufhältlich sind. Die Taten wurden in wechselnder personeller
Zusammensetzung begangen.


"Vorrang hat zunächst die Verhinderung weiterer Sprengungen von
Geldausgabeautomaten.
Wir wollen die Täter identifizieren und deren
Strukturen erhellen, um sie festzunehmen", führte der Dezernatsleiter
zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität im LKA NRW, Dietmar
Kneib, weiter aus. "Bei den Sprengungen wurden teilweise massive
Gebäudeschäden verursacht, zum Glück wurden bislang noch keine
Hausbewohner oder zufällig vorbeikommende Passanten verletzt. Die
Täter flüchteten mit hochmotorisierten entwendeten Fahrzeugen der
Marken Audi oder BMW in Richtung Niederlanden, Fluchtfahrten mit
drastisch überhöhten Geschwindigkeiten waren keine Seltenheit."


In diesem Zusammenhang wird auch die Anfang September 2015
erfolgte halsbrecherische Flucht eines dunklen Audis von Düsseldorf
aus durch das westliche Ruhrgebiet in die Niederlanden, an der
zahlreiche Streifenwagen der NRW-Polizei und ein Hubschrauber der
Polizeifliegerstaffel NRW beteiligt waren, analysiert.

"Wir müssen
unbedingt verhindern, dass unbeteiligte Bürger oder Polizeibeamte bei
solchen lebensgefährlichen Verfolgungsfahrten gefährdet werden und zu
Schaden kommen", so Kneib weiter.

Ein Teil der Geldausgabeautomaten-Sprengungen in NRW 2015 und drei
Blitzeinbrüche in Leverkusen, Bielefeld und Hagen, die alle im August
2015 begangen wurden, dürften diesen Tätergruppierungen zuzurechnen
sein. Sämtliche Sprengungen von Geldausgabeautomaten in diesem Jahr
werden durch die Experten der Ermittlungsgruppe zentral ausgewertet,
um weitere Hinweise auf die Täter und deren Aufenthaltsorte zu
erlangen.

Alle vorhandenen Spuren aus diesen Straftaten werden zentral im
Kriminaltechnischen und -wissenschaftliche Institut (KTI) des LKA NRW
mit hoher Priorisierung untersucht.

"Wir werden außerdem von unseren bewährten
Ermittlungsinstrumenten, die wir zur Bekämpfung der OK einsetzen,
Gebrauch machen, um diese Täter zu identifizieren und festzunehmen",
führte Kneib weiter aus, "dazu werden uns Kriminalbeamte aus anderen
Polizeibehörden und aus verschiedenen Abteilungen des LKA NRW
unterstützen. Insbesondere werden wir eng und vertrauensvoll mit den
zuständigen niederländischen Polizeibehörden zusammen arbeiten, um
zum Erfolg zu kommen."

"Präventionsmöglichkeiten zur Verhinderung von GAA-Sprengungen
sollen im Rahmen der Arbeit der Ermittlungsgruppe ebenfalls
entwickelt werden. Diese Konzepte werden wir mit den
Geldausgabeautomatenherstellern und -betreibern gemeinsam prüfen.
Ziel soll es sein, technische Sicherungsmaßnahmen zum Schutz von
Geldautomaten weiter zu optimieren und einzusetzen",
so LKA-Chef Uwe
Jacob.
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 22.10.2015 | 17:16  
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