NRW-Jugendparlament: Bochumer Schüler Narin Arslan und Martin Wendiggensen zieht für drei Tage in den NRW-Landtag

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Serdar Yüksel, Narin Arslan, Martin Wendinggesen und Carina Gödecke beim Besuch der Stadtspiegel-Redaktion. (Foto: Schröder)
Düsseldorf: Landtag Nordrhein-Westfalen |

Respekt ja, Angst nein - Martin Wendiggensen und Narin Arslan schlüpfen aktuell in die Rolle eines Parlamentariers und sehen ihrer Aufgabe als Politiker höchst motiviert und voller Spannung entgegen. Beim sogenannten Jugend-Landtag nehmen sie die Plätze der Abgeordneten ein.

Mitglied eines Parlaments sein, mitdiskutieren und am Ende mitbestimmen: Für Jugendliche aus ganz Nord-rhein-Westfalen bietet der NRW-Landtag in Düsseldorf einmal jährlich die Möglichkeit, den parlamentarischen Alltag "von innen" kennenzulernen. Beim mittlerweile 8. Jugend-Landtag laden alle 237 Abgeordneten des nord-rhein-westfälischen Landesparlaments Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren ein. "Ziel ist es, die Jugendlichen an die parlamentarischen Abläufe heranzuführen", so Landtagspräsidentin Carina Gödecke.

Die Rolle des Landtagspräsidenten

"Auf sie wartet ein strammes und eng getaktetes Programm", weiß der SPD-Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel. Ihre Arbeit im "realen Politikeralltag" beginnt für die Jugendlichen am ersten Tag gleich mit einer Fraktionssitzung und der Wahl des Fraktionsvorstandes. Es folgen Ausschuss- und weitere Fraktionssitzungen, öffentliche Anhörungen und als Höhepunkt am letzten Tag die Plenarsitzung, in der diskutiert und entschieden wird. In der kommt auf den Goethe-Schüler Martin Wendiggensen eine ganz besondere Aufgabe zu: Er nimmt den Stuhl von Carina Gödecke als Landtagspräsident ein. Und der 18-Jährige weiß, was von ihm erwartet wird. "Ich bin in der Rolle weniger derjenige, der mit debattiert, sondern eher derjenige, der die Sitzung moderiert, dazu beiträgt, einen Konsens zu finden, und wenn es zu turbulent zugeht, im diplomatischen Sinne schlichten muss."
Und trotz seines jugendlichen Alters bewegt er sich auf dem politischen Parkett schon durchaus sicher. Dazu hat nicht nur sein Auslandsjahr in Kanada beigetragen, sondern auch diverse Workshops und vor allem seine Teilnahme am J7-Summit, dem internationalen Jugendgipfel im Rahmen des G7-Gipfels im vergangenen Jahr.

"Eigene Positionen finden und vertreten"

Auch Narin Arslan ist bereits früh politisiert worden. "Ich habe schon als Teenager politisches Interesse entwickelt", so die 18-jährige Abiturientin der Hildegardis-Schule. Dass ihre Eltern aus der Türkei und Kurdistan stammen, hat ihr einen interkulturellen Blick eröffnet, den sie auch in die politische Diskussion miteinbringen will. Menschen auf Probleme aufmerksam zu machen und "ein Stück die Welt verbessern", sind aus ihrer Sicht die Möglichkeiten, die Politik eröffnet. "Neue Menschen kennenzulernen, sich auszutauschen, darauf freue ich mich bei diesem Jugendlandtag. Und es wird ein spannender Prozess sein, eigene Positionen zu finden und zu vertreten", so Narin Arslan.
"Angesichts eines solchen Interesses und Engagements ist mir vor der politischen Zukunft nicht bange", so Serdar Yüksel.
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