Oberbürgermeister Geisel: "2018 können wir viele Dinge ernten, die wir in den letzten Jahren gesät haben."

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Aus dem "Wheel of Vision": Oberbürgermeister Thomas Geisel im Video zum Jahreswechsel. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Mit einem Video zum Jahreswechsel aus dem Riesenrad „Wheel of Vision“ auf dem Düsseldorfer Burgplatz wünscht Oberbürgermeister Thomas Geisel auf YouTube, Facebook und www.duesseldorf.de/ob den Bürgerinnen und Bürgern „ein gutes, erfolgreiches, vor allem aber gesundes und friedliches Jahr 2018“. Ein Jahr, auf das er sich schon sehr freut. Denn: „Ich glaube, wir sind hier in Düsseldorf in der glücklichen Situation, wir können in 2018 viele Dinge ernten, die wir in den letzten Jahren gesät haben.“ so Oberbürgermeister Thomas Geisel.

„Schauen Sie sich an, im Thema „Schulbau“, da haben wir nun in den letzten drei Jahren fünf Pakete mit schulorganisatorischen Maßnahmen durch den Rat gebracht. Die Arbeit trägt Früchte. Gleich zu Jahresbeginn werden wir die 701, also die Verlängerung der Straßenbahn zum ISS-Dome feiern können. Das freut nicht nur die DEG-Fans, sondern ich glaube, das ist eine Sache, auf die wir sehr, sehr lange gewartet haben. Es werden natürlich auch städtebaulich noch ein paar weitere Veränderungen eintreten. Ich bin ziemlich sicher, wir können bis zum Ende des Jahres 2018 schon sehr genau sehen, was sich am Gustaf-Gründgens-Platz entwickelt. Und hinterm Bahnhof wird der erste Spatenstich zum Grand Central, also dem neuen Wohngebiet mit über 1.000 Wohnungen gemacht werden. Das ist nun städtebaulich ein absoluter Hingucker und wird natürlich auch insgesamt das Bahnhofsgebiet aufwerten.“ führt das Stadtoberhaupt weiter aus.

Auch sportlich hofft Oberbürgermeister Thomas Geisel auf ein gutes Jahr: „Wir sind ja doch einigermaßen hoffnungsvoll, nachdem die Fortuna auf Platz 1 in die Winterpause geht. Vielleicht gibt es ja noch Anlass, beim Balkon am Rathaus ein bisschen anbauen zu müssen, um die Aufstiegsfeier zu machen. Ich drücke jedenfalls der Fortuna ganz fest die Daumen. Und was die DEG angeht, vielleicht klappt es auch mit den Play-Offs.“

Privat gibt es im Hause von Oberbürgermeister Thomas Geisel 2018 auf jeden Fall etwas zu feiern, wie er im Video verrät: „Privat freue ich mich sehr, dass ich im nächsten Jahr 15 Jahre mit Vera verheiratet bin. Und das wird auch ein Anlass zum Feiern werden.“

Die Highlights des Jahres 2017 waren für ihn Sportereignisse – und der Haushalt. Oberbürgermeister Thomas Geisel: „Das Größte waren schon die großen Sportereignisse. Die Tischtennis-Weltmeisterschaft, die Triathlon-Europameisterschaft, vor allem aber natürlich der Grand Départ der Tour de France. Das war ein Ereignis, da hat sich unsere Stadt einfach toll präsentiert; super sympathisch, natürlich auch als eine Stadt, die so ein Ereignis toll ausrichtet. Ich glaube, alle waren beeindruckt, wie wir aus einem ziemlich usseligen Regentag ein wunderbares Sommermärchen gemacht haben. Und politisch würde ich sagen, war wahrscheinlich der größte und nachhaltigste Erfolg der Kanaldeal. Durch diese Transaktion sind der Stadt 599 Millionen Liquidität zugeflossen. Das ist Geld, das wir brauchen, um die Investitionen zu finanzieren, die wir uns vorgenommen haben. Ganz wichtige Investitionen, die lange Zeit unterblieben sind. Investitionen, wie Schulen, Bäder und die Kulturbauten beispielsweise. Und dann haben wir es dazu noch geschafft, durch diese Transaktion die Ausgleichsrücklage mit 200 Millionen wieder aufzufüllen, was uns zukünftig eben auch Handlungsspielraum gibt. Und was mich ehrlich gesagt besonders freut ist, auch ohne diese Transaktion ist es uns im Jahr 2017 gelungen, erstmals seit vielen, vielen Jahren wieder einen strukturell ausgeglichenen Haushalt zu schaffen. Und auch für 2018 haben wir einen strukturell ausgeglichenen Haushalt vorgelegt. Es geht also gut zu wirtschaften und man muss nicht über seine Verhältnisse leben und kann trotzdem sehr viel erreichen in dieser Stadt.“

Privat schaut er auf 2017 besonders gerne auf drei Dinge zurück. „Ein Highlight war, dass ich meiner Jüngsten das Skifahren beibringen konnte im Januar. Und das Zweite, was auch wirklich toll war, dass die zwei absoluten Stars in meiner Kindheit, die Rolling Stones und Bob Dylan, hier in Düsseldorf aufgetreten sind. Das waren zwei grandiose Konzerte. Und beim Stones-Konzert wird ja gesagt, dass sich, vielleicht mit Ausnahme Mick Jagger, keiner so viel bewegt hat wie ich.“ erzählt Oberbürgermeister Geisel.

Sorgen der Bürgerinnen und Bürger nimmt er sehr ernst. Oberbürgermeister Thomas Geisel: „Dass es ein paar Dinge gibt, die einen nicht unbedingt nur zuversichtlich stimmen, wenn man an den Jahreswechsel denkt, liegt ja auf der Hand. Gucken Sie sich weltpolitische Krisen an. Was Nordkorea angeht - das ist schon besorgniserregend. Es ist auch nicht immer hundertprozentig sicher, dass das politische Führungspersonal in einigen Ländern wirklich geeignet ist, solche Krisen zu meistern. Und auch in Deutschland, ich würde es mal so sagen, ist es eine ganz neue Erfahrung, dass wir so lange brauchen, um eine neue Bundesregierung zu bilden. Nach wie vor ist völlig unklar, ob es überhaupt gelingt, oder ob es Neuwahlen gibt. Die beiden Parteien, die man früher einmal als Volksparteien bezeichnet hat, heute kann man es ja kaum mehr, sind kaum mehr in der Lage, 50 % der Wählerschaft an sich zu binden. Das sind alles Entwicklungen, die – aus meiner Sicht – schon Anlass zur Sorge geben. Was mich auch wirklich betroffen gemacht hat, war, dass auf dem Bertha-von-Suttner-Platz eine israelische Fahne verbrannt wurde. Das sind empörende Dinge, die wir hier in Düsseldorf nicht dulden können. Und umso glücklicher war ich, dass wir mit der Jüdischen Gemeinde heiter und ausgelassen gemeinsam Chanukka gefeiert haben - mitten in der Stadt auf dem Grabbeplatz mit sehr, sehr vielen Menschen. Ich glaube, da haben wir auch ein sehr richtiges Signal gesetzt: Die Jüdische Gemeinde gehört zu Düsseldorf!“

(Die Fragen stellte Sarah Walther, Terminkoordinatorin im Büro des Oberbürgermeisters.)
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Stefan Hoffmann aus Düsseldorf | 02.01.2018 | 06:46  
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