Safety first - oder, wenn ein Fachmann zum Buhmann wird !

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"Safety first" oder Sicherheit zu erst, das ist ein internationaler Begriff, der Menschen vor Schaden bewahren soll ! Wir sagen in Deutschland aber auch "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste" !

Wir haben in Deutschland deshalb viele sinnvolle Regelungen, wie etwas hergestellt werden muss, damit es sicher zu handhaben ist oder unfallfrei eine Funktion erfüllt. Das schützt uns auch vor Importen, die minderwertig sind und diese Bedingungen nicht erfüllen.

Zum Vergleich oder auch zur Abnahme von Sachgegenständen oder Objekten , sei es nun ein Atomreaktor oder ein Teddybär,  werden Sachverständige eingesetzt.

Zum ersten mal wurde ich was Spielgegenstände anbetrifft mit dem Problem konfrontiert, als ich unserem örtlichen Kindergarten ein kleines Drehkarussell anbot, für das wir keine Verwendung mehr hatten. Ich wollte es sogar dort aufstellen. Die Kindergärtnerin fragte so beiläufig, ob es vom TÜV abgenommen wäre. Diese Plakette hatte ich nicht, das Karussell war selbst gebaut und damit hatte sich das Angebot erledigt. Jahrelang hatte es im Garten für die Kinder unfallfrei seinen Job erledigt und nachdem ich es ausgebuddelt hatte verschwand es auf der Ladefläche eines Schrotthändlers. Ich räume ein, dass die Kindergartenleiterin völlig richtig gehandelt hatte, denn so sind nun  mal unsere Bestimmungen.

Heute wurde ich nach Lesen der RP wieder an diese Story erinnert, weil ein Schaukelpferd im Bürgerbüro in Monheim sein Refugium verlassen musste. Da hatte jemand die vortreffliche Idee, Kindern eine Spielmöglichkeit zu bieten, wenn sie in die Amtsräume mit müssen. Damit wird die Bürofläche aber auch zur Spielfläche und einem Sachverständigen, der regelmäßig eine Sicherheitsprüfung des Gebäudes durchführen muss, wurde auf den hölzernen Gaul aufmerksam.

Der normierte Spielgefährte war nach der Produktion schon einmal durch die Sicherheitsbestimmungen geschlüpft, aber das sollte ihm in Monheim nicht gelingen. Die Ohren waren zu spitz, akute Verletzungsgefahr prognostizierte der Sachverständige, er muss raus , entweder Gnadenhof oder Holzcontainer !

Ob nun auch die Zügel eine Strangulationsgefahr darstellen, ist nicht genau bekannt, vielleicht könnte auch eine Quetschgefahr für die Kinder unter den Kufen bestehen. Jetzt geht es aber erst mal ab Richtung Gnadenhof, und wenn es dort nicht gestorben ist, dann schaukelt es noch lange !
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Marlies Bluhm aus Düsseldorf | 17.01.2018 | 12:16  
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