Schüler schaffen neuen Gerresheimer Gemeinschaftsraum

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Gelungenes Projekt: Schüler des Gymnasiums Gerresheim und der Carl-Sonnenschein-Grundschule freuen sich über die kindgerechte Renovierung des Raumes in der Flüchtlingsunterkunft. (Foto: Siegel)

Die Spende zweier örtlicher Schulen ermöglicht in der Flüchtlingsunterkunft Heyestraße die Einrichtung eines neuen Jugendraums. Er soll ein Ort der Begegnung werden.

Helle Wände, ein buntes Sofa und sogar eine neue Empore, dazu jede Menge Spielmöglichkeiten – in der Flüchtlingsunterkunft an der Heyestraße 51 hat die Bürgerstiftung Gerricus einen Raum grundlegend renoviert und neu eingerichtet, so dass Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien nun einen ansprechenden Ort zum Spielen und Treffen haben.

Möglich wurde der Umbau durch die große Spende des Gymnasiums Gerresheim in Höhe von rund 25.800 Euro. Das Geld kam durch einen Sponsorenlauf zustande, an dem rund 900 Gymnasiasten teilnahmen. Auch die Katholische Carl-Sonnenschein-Grundschule in Grafenberg führte einen Sponsorenlauf durch und spendete die Hälfte des Erlöses (2.500 Euro) für den Kinder- und Jugendtreffpunkt in der Flüchtlingsunterkunft. Insgesamt standen für den Raum in der Heyestraße also 28.300 Euro zur Verfügung.

„Als die Kinder den neuen Raum zum ersten Mal betreten durften, waren sie absolut begeistert“, berichtet Sozialpädagogin Petra Schorn, die die Kinder und Jugendlichen in der Unterkunft betreut. Damit haben diese auch wieder Gelegenheit, sich außerhalb der beengten Familienzimmer in einem Raum zu treffen und ihre Freizeit gemeinsam zu gestalten.

Peter Lorch vom Amt für soziale Sicherung und Integration stellte eine erweiterte Nutzung des Raumes in Aussicht. Lorch wünschte sich, dass der Raum in Zukunft „eine Brücke zwischen Düsseldorfern und Flüchtlingen bildet“ und „mehr Kontakte entstehen“.

Ähnliche Vorstellungen äußerte auch Michael Brockerhoff von der Bürgerstiftung Gerricus, der mit Blick auf die nun deutlich verbesserte räumliche Situation sagte: "Die Angebote vor Ort können nun entzerrt werden. Genau wie in anderen Zentren, kann es hier auch ein Zentrum der Begegnung sein."

Dies sei auch ganz im Sinne der Schüler, die sich gerne längerfristig engagieren möchten, wie Dirk Schnelle, Schulleiter des Gymnasiums Gerresheim verrät: "Es ist ein dringlicher Wunsch der Schüler, dass es nachhaltig ist. Sie wünschen sich gemeinsame Aktionen mit den Flüchtlingen, wie etwa eine Plätzchenbackaktion in der Winterzeit." Eine schöne Perspektive für den neuen Gemeinschaftsraum... .
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