Sollen die Gaslaternen erhalten bleiben?

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Gabriele Henkel und Andreas Meßollen von der Initiative Pro Gaslicht mit einer von 17 000 Gaslaternen aus dem Stadtgebiet. Foto: rei
Düsseldorf: Rathaus | Bis 2015 sollen in Düsseldorf 1400 der 17 000 Gaslaternen im Stadtgebiet für 5,6 Millionen Euro gegen elektrische Leuchten ausgetauscht werden. Das spare auf Dauer Kosten und sei klimafreundlicher, sagt Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) zur Begründung. Das sehen auch die Grünen so. Aber es gibt auch Widerspruch.

Der kommt vor allem von der Initiative Pro Gaslicht. Laut Sprecher Georg Schumacher ist die Anzahl von 17 000 Gasleuchten im Stadtgebiet "mindestens europaweit einmalig". Deshalb will die Initiative die Aufnahme der Gaslaternen in das Weltkulturerbe für Industrieanlagen beantragen. Außerdem sei bislang nicht geklärt, ob angesichts der Austauschkosten tatsächlich Geld eingespart werde. Das sieht die Verwaltung anders und hat vorgerechnet, dass sich der Austausch nach sieben Jahren bezahlt macht. An den Kosten müssten laut Kommunalabgabegesetz auch die Bürger der betreffenden Straßen beteiligt werden.

Mit ihren Argumenten findet die Initiative zumindest bei der CDU Gehör. Die spielte am Donnerstag im Umweltausschuss auf Zeit. Laut CDU-Ratsherr Rüdiger Gutt soll das Thema jetzt erst einmal in der Gesamtfraktion beraten werden, außerdem müsse man die "kulturellen Aspekte" ebenfalls bedenken.

Der Austauschplan wird noch im Verkehrs-, Planungs- und Kulturausschuss sowie den Bezirksvertretungen beraten.

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2 Kommentare
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Andreas Vogt aus Düsseldorf | 24.09.2010 | 19:22  
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 27.09.2010 | 10:55  
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