Sprachbegabter Oberbürgermeister

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  Grundsteinlegung der deutsch-russischen Kita Tannenhof


Die Grundsteinlegung der bilingualen Kindertagesstätte des Trägers AVP – Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive e.V. stand am letzten Wochenende im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Hierbei sorgte Oberbürgermeister Thomas Geisel mit seiner ausgeprägten Sprachbegabung, nicht wie bekannt in Englisch, sondern in russischer Sprache für große Begeisterung. Bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen fanden viele Bürger mit russischen Wurzeln den Weg nach Vennhausen, um an der Festivität teilzunehmen.

Für Sergej Aruin, dem Geschäftsführer des Vereins AVP, ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Der Grundstein für eine Kindertagesstätte wurde gelegt und im Frühjahr 2016 werden die ersten Kinder in der Kita Tannenhof einziehen. „13 Jahre gibt es unseren Verein schon in Düsseldorf und seitdem träume ich davon, eine Kindertagesstätte aufzubauen“, erklärt der Gründer dieses Vereins sichtlich gerührt. Die ist nun in greifbare Nähe gerückt. Schon bald werden hier Kinder in ihrer Basiskompetenz gefördert. Wobei die Mehrsprachigkeit, vordringlich Deutsch- Russisch, im Vordergrund stehen wird. Außerdem sollen die hier in Zukunft arbeitenden Fachkräfte, übrigens keine Angestellten des öffentlichen Dienstes, den Kindern Gesundheit, Ökologie oder gesunde Ernährung näher bringen. „Das ist der schönste Tag meines Lebens“, meint Aruin.

Russisch vom CIA gelernt

Die städtische Kindertagesstätte „Tannenhof“ soll natürlich für alle offen sein. Trotzdem wird mit der geplanten Kita den rund 40.000 russisch sprechenden Düsseldorfern Rechnung getragen. „Düsseldorf ist unser zu Hause und wir wollen denen, die uns viel Wärme geschenkt haben, diese zurückgeben“, fasst Aruin seine Grundidee in Worte. Auch für Oberbürgermeister Thomas Geisel war die Grundsteinlegung ein besonderer Anlass. Grundsteinlegungen gehören, so wie er sagt, zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. „Es ist mir jedoch eine besondere Freude, eine deutsch-russische Einrichtung einzuweihen“, sagt Geisel. Wie sprachbegabt der Oberbürgermeister ist, stellte er bei seiner Rede unter Beweis. Mit einigen flüssigen Sätzen in der Muttersprache der Neudüsseldorfer, versetzte er so manchem Russen in der Runde in Erstaunen. Dann ließ er die Besucher wissen, dass er vor gut 30 Jahren in Amerika während seiner Ausbildung Russisch gelernt hat und zwar von einem CIA-Agenten. Das wohlwollende Grinsen und der Beifall der gut 100 Anwesenden waren ihm gewiss.

Ein guter Tag für Düsseldorf

Der Vater von fünf Kindern weiß der Wichtigkeit einer solchen Einrichtung. Deshalb ist es keine Überraschung was er zum Schluss seines Grußwortes überzeugend meint: „Ich freue mich schon jetzt, wenn die ersten Kinder aufgenommen werden!“ Ebenso begeistert zeigt sich der Beigeordnete Burkhard Hintzsche: „Es stimmt mich froh, wenn ich als Jugenddezernent sehe, wie es für unsere Kleinen in dieser Stadt vorangeht.“ Nach seinem Standpunkt geht es außerdem um Qualität und nicht um Quantität beim Ausbau der Einrichtungen. Die Planung der ersten deutsch-russischen Kita ist seiner Meinung nach Vielversprechend. „Es ist ein guter Tag für die Stadt Düsseldorf und für den Bezirk 9“, so der Dezernent.
Gemeinsam mit dem Architekten Thomas Pape von der Unternehmensgruppe Derwald und dem Geschäftsführer des Vereins AVP, Sergej Aruin, versenkte Oberbürgermeister Thomas Geisel eine Kupferhülse, die symbolisch mit Fotos, Rubel und Euro sowie anderen Utensilien gefüllt war. Geisel findet, dass „dieses Unternehmen bei so einem Träger unter einem guten Ohmen steht“. Und er ergänzt: „Wir sind eine Stadt der Vielfältigkeit.“

Lebensraum für 74 Kinder

Für Thomas Pape ist es ein vorbildliches Projekt. „Es macht Spaß für Kinder zu bauen“, meint er. Nach seinem Dafürhalten ist dies ein lebendiger Entwurf, den die Kinder 74 Kinder von 0 bis fünf Jahren auch leben können. Die Räume, die geschaffen werden, dienen dazu, dass sich die Kinder bewegen können. Hier werden sie laufen und verstecken spielen können. „Es wird“, so Pape, „keine Aufbewahrungsanstalt, sondern Lebensraum“.
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