TIERSCHUTZ VERLAG begrüßt Debatte um Riesenrad und Tierschutz

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Der Tierschutz Verlag TS hat die seit Jahresbeginn andauernde Berichterstattung in den Medien um die von Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER eingeforderte Sondersitzung zur Verlegung des Riesenrades mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

Die Bedenken um die mögliche Gefährdung der Tierwelt in unmittelbarer Nähe des vorübergehenden Standortes zwischen Königsallee und Hofgarten mögen in den Augen der Parteien und auch vieler Bürgerinnen und Bürger als übertrieben oder gar fehlgeleitetes Tierschutzbemühen angesehen werden. Aber genau das ist an der Tatsache, dass die Ratsfraktion hierbei nicht locker gelassen hat, uneingeschränkt zu begrüßen. Denn wer möchte letztendlich entscheiden, wo der Schutz der heimischen Tierwelt lohnt und wo der Tierschutz vernachlässigbar erscheint?

Bilder von sogenanntem Mastgeflügel, Hennen zusammengepfercht in Legebatterien, Küken männlichen Geschlechts, die "geschreddert" werden, weil sie für den Profit nicht taugen, rütteln manche Menschen kurzzeitig auf, vieles jedoch lassen auch solche Bilder kalt. Viele sind es satt - satt nicht nur vom fetten Essen, satt immer und immer wieder mit moralischer Attitüde auf das gestoßen zu werden, was diese unsere Gesellschaft selber zu verantworten hat und niemand sonst.

Wen interessiert da noch das Schicksal des kleinen Vogels, dessen zarter Leib - ein Wunderwerk der Natur - an den Fassaden der Großstadtgebäude zerschellt?


Der Halsbandsittich, den alle lieben, der gern beobachtet, fotografiert und mit einer hingeworfenen Apfelkitsche gefüttert wird, und der nun - durch die ungewohnte Beleuchtung und die schier endlosen Runden des 55 Meter hohen Kolosses aus Stahl - natürlich irritiert sein muss und sich anpassen muss. Wenn er diese Unruhe überhaupt verträgt. Wir wissen es nicht. Es ist leicht dahergesagt, dass die Tiere "Großstadtprofis" seien - das ist der Mensch dann erst recht. Was ihn nicht vor Gefahren schützt, auch wenn er sie womöglich sehr viel besser einzuschätzen vermag als unsere gefiederten Freunde, die ein solches Riesenrad einfach nicht kennen und nicht adäquat einschätzen können. Selbst bei Windrädern kennen wir dieses Problem des Vogelschlags.

Der Tierschutz Verlag TS begrüßt die entbrannte Debatte ausdrücklich, und auch die ein oder andere Polemik, die bei diesem Thema zu vernehmen war, tut dem eigentlichen Anliegen gut - den Schutz der Tiere, aller Tiere, vor dem Hintergrund des Staatsziel Tierschutz endlich ernst zu nehmen.

Es ist erschreckend und verstörend, wie manche Personen sich ermächtigt fühlen über die Interessen des Tierschutzes und die vitalen Interessen der Tiere zu entscheiden. In einer Zeit, in der über die zunehmende Gewalt in der Gesellschaft und über soziale Kälte unter den Menschen ganze Leitartikel geschrieben werden und Wissenschaftler über Gewalt und soziale Kälte in der Gesellschaft forschen, sollten wir alle umso mehr darauf Acht geben, wenn Politik und Verwaltung eine legitime und leider notwendige Sache wie das Anliegen um den präventiven Schutz von Tieren mit Kommentaren begleiten, es sind ja nur Tiere. Womöglich sind wir damit an so vielen Missständen, mit denen die Politik sich zu befassen hat, sehr viel näher dran als uns und unseren Politikern lieb ist.

Und vielleicht hat die Ratsfraktion Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER genau dafür ein Gespür gehabt, ob bewusst oder unbewusst - falsch jedenfalls kann dieses streitbare Engagement nicht gewesen sein.
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