TIERSCHUTZliste: Aufwertung des Hebammenberufs dringend erforderlich

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Zum „Internationalen Hebammentag“ am morgigen Freitag meldete sich heute in Düsseldorf die „Aktion Partei für Tierschutz – TIERSCHUTZliste“ zu Wort und mahnte, Hebammen und Entbindungspfleger nicht den Sparzwängen im Gesundheitswesen zu opfern.

Der Hebammenberuf genieße zwar eine hohe gesellschaftliche Anerkennung, diese spiegele sich aber keineswegs in der Gesundheitspolitik wieder – ganz im Gegenteil. Viele der freiberuflichen aber auch angestellten Hebammen gerieten in einen gefährlichen Sog aus ökonomischen Zwängen mit wachsenden Aufgaben und steigender Verantwortung bei erhöhtem Zeitdruck und gleichzeitig mangelhafter Vergütung ihrer umfänglichen Dienste. Etwa zwei Drittel der Hebammen und Entbindungspfleger arbeite freiberuflich. Für sie steige die Haftpflichtprämie in diesem Jahr über die 7000-EUR-Marke. „Existenzgefährdend und gesundheitspolitisch unverantwortlich“, so die TIERSCHUTZliste.

Die TIERSCHUTZliste unterstütze die Forderung des „Deutschen Hebammenverband e.V. (DHV)“ nach einer Aufwertung des Hebammenwesens, so Thomas Schwarz. Der Hebammenberuf dürfe nicht einer verfehlten Sparpolitik im Gesundheitswesen zum Opfer fallen. Hebammen seien weit mehr als Geburtshelfer. Über geburtsvorbereitende Kurse und Workshops bis hin zu physiotherapeutischen Maßnahmen und Beiträgen zu psychosozialen Aspekten der Geburt und bei Fehl- oder Totgeburten leisteten Hebammen ein breites Spektrum notwendiger Dienste im modernen Gesundheitswesen.

Die „Aktion Partei für Tierschutz“ – kurz: TIERSCHUTZliste – fordert in ihrem Programm zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai 2017 einen Stopp beim „Personalabbau in Krankenhäusern und Pflegeheimen“ und bei der „Schließung oder Privatisierung von Kliniken“; stattdessen beanspruche die TIERSCHUTZliste „eine humane Kultur der Pflege und der medizinisch-therapeutischen (Nah-)Versorgung der Menschen in Nordrhein-Westfalen.“ (Programm zur NRW-Landtagswahl 2017)

Der Internationale Hebammentag wird seit 1991 jeweils am 5. Mai in mittlerweile mehr als 50 Ländern begangen, um Hebammen und ihre Arbeit zu ehren und auf die Bedeutung der Hebammen für die Gesellschaft hinzuweisen.
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