TIERSCHUTZliste: Chemiewaffen gehören geächtet

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Anlässlich des morgigen „Tag der Erinnerung an die Opfer chemischer Waffen“ am 29. April hat die „Aktion Partei für Tierschutz – TIERSCHUTZliste“ heute in Düsseldorf die Herstellung, Verbreitung und Verwendung von chemischen Waffen auf das Schärfste verurteilt. Die Partei erinnerte dabei an die besondere Rolle Deutschlands in der durchschlagenden Entwicklung der Chemiewaffen.


In Deutschland war bereits vor dem Ersten Weltkrieg mit Gaskampfstoffen experimentiert worden –zunächst jedoch nicht mit den erhofften Ergebnissen. Erst mit dem Chemiker Fritz Haber (1868–1934) gelang der entscheidende Durchbruch: seine Forschungen ermöglichten den Einsatz von Giftgasen wie Chlor. Gleichzeitig trägt seine Forschung zur Ammoniaksynthese (dem sogenannten „Haber-Bosch-Verfahren“) bis heute unverzichtbare Früchte für das Wohlergehen der Menschheit. Denn erst die industrielle Massenproduktion von Stickstoffdüngemitteln sicherte einen großen Teil der Weltbevölkerung die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Dennoch bleibt der Name Fritz Haber „[…] mit der Giftgasentwicklung untrennbar verbunden [.]. Aus seinem Einsatz von Blausäure gegen Ungeziefer entstand das Zyklon B.“[1]

Am 4. April 2017 starben bei einem Angriff auf die Stadt Chan Schaichun im Nordwesten von Syrien westlichen Nachrichtenmedien zufolge 87 Menschen durch den Einsatz von chemischen Waffen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verfüge zudem über erbeutete Chemiewaffen bzw. soll selbst an der Produktion von chemischen Kampfstoffen arbeiten.

Die „Aktion Partei für Tierschutz – TIERSCHUTZliste“ wurde am 28. Februar 2017 in Düsseldorf von ehemaligen Mitgliedern der Tierschutzpartei aufgrund der fehlenden Abgrenzung dieser gegenüber rechten Strukturen und Inhalten gegründet. Die TIERSCHUTZliste tritt am 14. Mai 2017 zur Landtagswahl an.

Pressesprecher: Thomas Schwarz, presse@tierschutzliste.org
Telefon: 0176 24790201

[1] Wolfgang Wietzker: Giftgas im Ersten Weltkrieg. Was konnte die deutsche Öffentlichkeit wissen? Düsseldorf: Inaugural-Dissertation, Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität, 2006, S. 34.
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