TIERSCHUTZliste feiert „Tag des freien Buches“ mit Verlags-Kooperation: Tierschutz-Bildungswerk in Planung

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Am 10. Mai 1947, dem "Tag des freien Buches", fand vor der Berliner Humboldt-Universität eine Kundgebung statt. (Foto: Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-R98771)

Düsseldorf | Die „Aktion Partei für Tierschutz – TIERSCHUTZliste“ hat am heutigen „Tag des freien Buches“ die Kooperation mit dem Tierschutz Verlag Thomas Schwarz bekanntgegeben. Der Verlag wurde 2010 in Essen gegründet, mittlerweile ist der Sitz Neuss und der Verlag Teil eines neuen Unternehmens. Der „Tag des freien Buches“ wurde erstmals am 10. Mai 1947 als Gedenktag anlässlich der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland begangen.


Die TIERSCHUTZliste unterstreicht die Bedeutung von Büchern und des Lesens generell für den aufgeklärten und informierten, mündigen Menschen. Der große Denker der „Kritischen Theorie“, der Soziologie und Sozialphilosoph Theodor W. Adorno (1903–1969) sah die Freiheit in der Gesellschaft und mithin die freie Gesellschaft unabdingbar und untrennbar mit dem aufklärenden Denken verbunden: „Die rastlose Selbstzerstörung der Aufklärung zwingt das Denken dazu, sich auch die letzte Arglosigkeit gegenüber den Gewohnheiten und Richtungen des Zeitgeistes zu verbieten.“ Tierschutz folgt diesem Aufklärungsgedanken. In einer wahrhaft aufgeklärten Gesellschaft wäre Tierschutz nicht mehr denkbar, da gegenstandslos.

Eine frühe, größere Verbreitung von moralischen Aufklärungsschriften zur Schonung der Tiere und in der Absicht einer Sittsamkeits- und Volkserziehung ist bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts nachweisbar. Vornehmlich Geistliche und Schulpädagogen waren um die Verhütung von Tierquälerei bemüht, damals noch von einem Weltbild geprägt, das den Menschen in den Mittelpunkt allen Seins stellte.

Wer Tiere quält, der könne kein guter Mensch werden!

Vermehrt wurden Forderungen laut, dem Tierschutz sowohl in der Rechtsprechung als auch in der schulischen Erziehung mehr Gewicht zu verleihen. Tierschutz-Jugendschriften, Tierschutzkalender, Fibeln mit lehrreichen Geschichten über das Verhältnis des Menschen zu den Tieren und Mahnungen an einen allzu rohen Umgang mit den Tieren wurden in Umlauf gebracht.

Diesen Bemühungen zum Verhängnis dürften die beiden Weltkriege geworden sein. Umwelt- und Naturschutz wurden erst in den 1970er Jahren wieder zunehmend von Interesse und damit auch der Tierschutz. Gänzlich fruchtlos sind die Bemühungen sicher nicht geblieben, auch wenn der bittere Beigeschmack bleibt, dass es den Tieren heute, umso mehr in der Quantität, kaum besser geht als zuvor. Die TIERSCHUTZliste möchte deshalb in Zukunft ein „Bildungswerk Tierschutz“ etablieren, das Menschen jeden Alters die Möglichkeit bieten soll, sich den vielfältigen Tierschutzthemen zu öffnen.

Aus dem Tierschutz Verlag aktuell noch lieferbar ist der Titel „Was Du nicht willst… Eine spannende Geschichte für Tierfreunde“ von Silvia Hoffmann.

Die „Aktion Partei für Tierschutz – TIERSCHUTZliste“ tritt am 14. Mai 2017 zur Landtagswahl in NRW an. Im Rahmen der U18-Wahl für Kinder und Jugendliche konnten in manchen Wahlbezirken Stimmenanteile von bis zu 8 Prozent erreicht werden.
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