Vier Fragen an .... heute: Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

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Ministerin Svenja Schulze, zuständig für Innovation, Wissenschaft und Forschung im Land Nordrhein-Westfalen (Foto: Dank an Frau Schulze)
Düsseldorf: Landtag Nordrhein-Westfalen | Ministerin Svenja Schulze aus Münster wurde nach den Landtagswahlen im Jahre 2012 von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erneut zur MInisterin ernannt. Dieses verantwortungsvolle Amt führte sie bereits seit Juli 2010 erfolgreich aus. Mit Leidenschaft setzt sich die Sozialdemokratin für beste Bildungsmöglichkeiten aller Menschen, für einen dauerhaften und erfolgreichen Umweltschutz und für die Umsetzung von Inklusion, Integration und gute, dauerhafte Arbeitsplätze ein. Gerne war sie bereit, an dieser Medienserie teilzunehmen.

1. Standort für Hochschule in Nordrhein-Westfalen .... wie wichtig ist es für dieses Land, hier eine bedeutende Rolle zu spielen?

Svenja Schulze: Fast ein Viertel aller deutschen Studierenden – aktuell 745.000 – lernt an einer der 72 Hochschulen des Landes. Nordrhein-Westfalen ist damit die dichteste Hochschulregion Europas! Wir sind stolz, Studieninteressierten ein vielfältiges Angebot entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten zu ermöglichen. Hochschulbildung sollte jedoch unabhängig vom Elternhaus zugänglich sein. Unser erfolgreiches Talentscouting-Programm unterstützt deshalb Jugendliche, den Schritt an die Hochschule zu wagen, auch wenn sie vielleicht die ersten in der Familie sind. Klar ist: Wir können und wollen keine Talente zurücklassen. Gute Ausbildung, qualifizierte Fachkräfte – all das schafft Potenziale für Fortschritt. Gerade die engen Verflechtungen von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft in NRW zeigen, dass unsere Hochschulen ein Motor sind, die Innovationskraft unseres Landes weiter zu stärken.


2. In wie weit ist eine erfolgreiche Forschung - auch in diesem Land - richtungsweisend für den Wohlstand aller Menschen hier in Nordrhein-Westfalen?

Svenja Schulze: Forschung beschreibt, analysiert, vergleicht, probiert aus, entwickelt weiter – und das in allen denkbaren Teilbereichen unseres Lebens. Von der Idee bis zur Erkenntnis mag es ein weiter Weg sein, aber ich bin überzeugt, dass es sich lohnt, diesen Weg zu gehen. Durch Forschung rüstet sich eine Gesellschaft für die Herausforderungen der Zukunft, sie schafft neues Wissen, das unser Leben verändert und uns neue Märkte erschließt. So bleibt unser Land wettbewerbsfähig. NRW hält aber nicht nur mit den neuesten Entwicklungen Schritt, sondern gestaltet sie aktiv mit! Unserer Strategie „Fortschritt NRW" setzt Impulse, solche Forschung weiter auszubauen, die sich an den großen Fragen unserer Zeit orientiert. Die IT-Sicherheitsforschung in Bochum zum Beispiel widmet sich Sicherheitsaspekten in der Datenübertragung und damit einem sensiblen Bereich der Digitalisierung. Das betrifft uns alle.



3. Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige Landschaft im Bereich der Hochschulen, welche Planungen stehen mittel- und langfristig an, hier weiter eine Spitzenposition einnehmen zu können?

Svenja Schulze: Gemeinsam mit den Hochschulen haben wir den „Landeshochschulentwicklungsplan‟ vereinbart, in dem wir uns auf gemeinsame Ziele verständigen. Wir geben den Hochschulen einen sehr großen Spielraum, eigene Profile zu entwickeln, also zu überlegen: Biete ich eine breite Zahl an Fächern an, konzentriere ich mich auf einige wenige? Möchte ich alleine stark sein oder vernetze ich mich mit Partnern? Das Ministerium behält den Überblick, um die Vielfalt der Fächer zu gewährleisten - auch „kleine‟ Fächer soll und muss es an NRWs Hochschulen geben! Um die besten Köpfe gewinnen zu können, haben wir einen Rahmenkodex zu guten Beschäftigungsbedingungen vereinbart. Dazu zählen Verträge mit längeren Laufzeiten und familiengerechte Teilzeitmodelle. Insgesamt haben wir seit 2010 einen Zuwachs im Gesamtetat für Bildung und Wissenschaft von 41%, in 2016 liegt der Haushaltplan bei 8,2 Milliarden Euro. Richtungsweisend für NRWs Position im Ländervergleich wird außerdem der Erfolg bei der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern sein. Aus dem Vorgängerwettbewerb fällt unsere Bilanz mit zwei Exzellenzuniversitäten, zehn Exzellenzclustern und fünf Graduiertenschulen positiv aus. Das gibt Zuversicht für die anstehenden Förderanträge unserer Forscherinnen und Forscher!


4. Wie gut ist das Land in den Bereichen Wissenschaft und Forschung aufgestellt?

Svenja Schulze: Nordrhein-Westfalen ist neben den 72 Hochschulen auch Standort von mehr als fünfzig außeruniversitären Forschungseinrichtungen, von rund einhundert an den Hochschulen angesiedelten Forschungsinstituten sowie zahlreichen Forschungseinrichtungen in Unternehmen. Von der Exzellenz an den Universitäten habe ich bereits gesprochen, doch auch an den Fachhochschulen passiert derzeit sehr viel! Erst kürzlich haben wir das Programm „Karriereweg FH-Professuren" ins Leben gerufen. Und beim bundesweiten Förderwettbewerb „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region" waren mit Ostwestfalen-Lippe und dem Ruhrgebiet gleich zwei Projekte aus NRW erfolgreich. Diese Verzahnungen von Hochschulen mit der Wirtschaft liefern Impulse für Innovationen. Besonders innovative Start-ups, die auf Technologien und Wissen gründen, werden von uns mit der landesweiten Initiative „HochschulStart-up.NRW" unterstützt. Nordrhein-Westfalen bietet beste Bedingungen und eine hervorragende Infrastruktur für frische Ideen.


Herzlichen Dank, liebe Frau Schulze, für Ihre offenen Worte.
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