Von Bilk aus in den Untergrund

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Geleiteten die interessierten Pressevertreter von Bilk aus in den Düsseldorfer Untergrund: Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, und Dr. Stephan Keller, Verkehrsdezernent der Stadt. Foto: Stefanie Siegel
 
Unterhalb der Elisabethstraße in Bilk werden derzeit noch die Fahrdrähte montiert. Erste elektrifizierte Testfahrten können dann ab Mai stattfinden. Foto: Stefanie Siegel
Bereits seit sieben Jahren wird an der Wehrhahnlinie, die als neue U-Bahnstrecke den Bilker Bahnhof mit der Grafenberger Allee verbindet, gearbeitet. In der vergangenen Woche war die Strecke erstmalig zu Testzwecken von Bilk aus zu befahren.

Die Tunneleinfahrt gegenüber den Bilker Arcaden ist bereits seit einigen Jahren zu erahnen, in den vergangenen Monaten konnten Interessierte auch schon in den Tunnel geführte Gleise erkennen. Und auch, wenn die Straßenbahnen oberirdisch immer noch kurvenreich um das Bilker Tunnelportal navigieren müssen – in der vergangenen Woche war eine erste Fahrt über die insgesamt 3,4 Kilometer lange unterirdische Strecke vom Bilker Bahnhof bis an den Wehrhahn möglich.Derzeit wird der Fahrdraht, die Stromzufuhr der Oberleitung, gespannt und montiert, im Mai sollen dann erste elektrifizierte Testfahrten starten.
In einer ersten Fahrt auf umgebauten Materialwagen des U-Bahnbaus wurden Pressevertreter mittels eines Spezialfahrzeugs und mit einer Geschwindigkeit von fünf Kilometern pro Stunde durch den Tunnel gefahren. „Mit der Fertigstellung und vorläufigen Abnahme des gesamten 3,4 Kilometer langen Gleiskörpers der Wehrhahn-Linie Anfang April und dem Abschluss der Montage des Fahrdrahtes Ende des Monats sind termingerecht weitere Meilensteine des Projektes erreicht“, sagt Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller. Nach dem ersten Spatenstich am 28. November 2007 wurden bis heute 6.500 Meter Gleise im Schotterbett sowie 330 Meter Gleise auf fester Fahrbahn montiert. Insgesamt 7.000 Meter Fahrdrähte versorgen die U-Bahnen zukünftig mit Strom.
Nach der durchgängigen Verlegung der Gleise konnten somit in der vergangenen Woche auch alle sechs neuen U-Bahnhöfe auf dem Gleis fahrend erreicht, und deren Fertigstellungsgrad begutachtet werden.

Lichtschächte sorgen für Tageslicht

Die mit Lichtschächten ausgestatteten, hochmodernen Bahnhöfe lassen überdies auch bereits die künstlerische Gestaltung erkennen: „Der Fertigstellungsgrad des architektonischen und künstlerischen sowie des betriebstechnischen Ausbaus liegt bei gut 70 Prozent“, erklärt Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement.
Eine Inbetriebnahme ist für den 20. Februar 2016 geplant, die zukünftigen Linien werden dann als U 71, U 72, U 73 sowie U 83 bezeichnet.
Während der gesamten Bauphase waren insgesamt 3.150 Mitarbeiter beteiligt, mit rund 22.000 Tonnen eingebauten Stahlmengen sowie rund 240.000 Kubikmeter verbauten Stahlmengen betragen die Kosten für den Bau der Wehrhahn-Linie 843,6 Millionen Euro.

"PreOpenings" in der Adventszeit

Für interessierte Bürger plant die Stadt Düsseldorf bereits erste Besichtigungsmöglichkeiten der Bahnhöfe in der Adventszeit dieses Jahres. Sowohl am Samstag, 28. November, am Samstag, 5. Dezember, als auch am Samstag, 12. Dezember, sollen die sogenannten „Pre-Openings“ der neuen Bahnhöfe der Wehrhahn-Linie stattfinden.
Aktuelle Informationen zum Bau der U-Bahn finden Interessierte auch auf der Seite der Stadt unter www.duesseldorf.de/wehrhahnlinie/aktuell.
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2 Kommentare
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 21.04.2015 | 16:45  
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Jupp Becker aus Düsseldorf | 21.04.2015 | 18:04  
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