Zugunglück in Meerbusch läßt Fragen offen ! Hat die Bahn AG an der Wartung gespart ?

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In der heutigen Ausgabe der Rheinischen Post war wieder ein nachfolgender Bericht über das Zugunglück bei Meerbusch zu lesen. Nach den ersten Mutmaßungen hatte der Lokführer einen Fahrauftrag erhalten, um in das besetzte Gleis mit dem Güterzug einzufahren. Es hilft den Schwerverletzten nicht weiter, wenn der Lokführer ihres Zuges damit entlastet wird, grundsätzlich stellt sich die Frage, warum in Deutschland derartige Unglücke passieren, während man  anderswo bereits vor ca. 50 Jahren in der Lage war, zum Mond zu fliegen, aber auf dem deutschen Schienennetz trotz der weiterentwickelten Technik  nicht zuverlässig Kollosionsgefahren zu vermeiden sind. 

Zuständig für die Überwachung des Eisenbahnbetriebes ist das Eisenbahn-Bundesamt in Bonn. Man wird eigentlich nur auf diese Behörde aufmerksam, wenn es sich in Unglücke einschalten muss. Man darf gespannt sein, welche Gründe dafür maßgebend waren, dass der Lokführer "Freie Fahrt " erhielt, war es technisches Versagen aufgrund veralterter Technik oder beruhte es auf personellem Fehlverhalten ? Welche Forderungen stellt  diese Behörde eigentlich an die Bahn AG, um Schwachstellen zu egalisieren oder die Technik der Signalsteuerung an den Stand der Technik anzupassen ?

Bereits im ersten Bericht der Rheinischen Post über dieses Umglück war zu lesen, dass die Retter zwei Stunden warten mussten, weil die Oberleitung nicht geerdet werden konnte. Dabei konnte man davon ausgehen, dass durch die entgleisten Waggons die Oberleitung abgerissen wurde und nun herunter hing. Da Menschenleben in Gefahr waren, hätte es zunächst genügt, den Streckenabschnitt durch den Fahrdienstleiter spannungslos zu schalten. Das ist über Steuerleitungen und Schalter möglich, die von einer Zentrale bedient werden. Auch hier stellt sich die Frage, warum funktionierte das nicht zeitgerecht ? Obwohl niemand sterben musste, ist zu klären, wo lag der Fehler für diesen Missstand , damit er zukünftig vermeidbar ist !

Das Eisenbahnbundesamt hat zumindestens Untersuchungen durchzuführen, ob die Bahn in der Wartung der zuständigen Anlagen ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachgekommen ist und auch denen, die nach den Regeln der Technik notwendig sind. Es kann nicht sein, dass man bald wieder zur Tagesordnung übergeht und der Öffentlichkeit diese Informationen schuldig bleibt.

Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens die Rheinische Post zu gegebener Zeit hier mal wieder nachharkt, wenn die Fragen  offen bleiben !
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