Zusammenfassung und Ergebnisse der Razzia im Düsseldorfer "Maghreb-Viertel" - Mehr als 290 Personen überprüft - 40 vorläufige Festnahmen - Ermittlungen dauern an

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"Oskar der letzte Grüne meint": Früher wurde so eine Aktion geheim gehalten... Warum heute nicht mehr? Schadet das nicht gravierend der Erfolgsquote? TPD-Foto:Volker Dau
Düsseldorf: Hauptbahnhof | Die Polizeipressestelle Düsseldorf berichtete wie folgt:
(Oben Nachbericht, unten RAZZIA-Ankündigung!)

Polizei- Meldung vom 17.01.2016 – 11:33

Zusammenfassung und Ergebnisse der Razzia im Düsseldorfer "Maghreb-Viertel" - Mehr als 290 Personen überprüft - 40 vorläufige Festnahmen - Ermittlungen dauern an :

Rückblick: Samstag, 16. Januar 2016, 17.30 Uhr

In einer konzertierten Aktion führte die Düsseldorfer Polizei gestern Abend zeitgleich in 18 Cafés, Spielcasinos und Shisha-Bars in Bahnhofsnähe eine Großrazzia durch.

Ziel der bereits im letzten Jahr geplanten Aktion war es, die Identität der angetroffenen Personen festzustellen, zu überprüfen sowie ihren Aufenthaltsstatus eindeutig zu klären.

Aufklärungsergebnisse, die unter anderem aus dem Auswerte- und Analyseprojekt "Casablanca" stammen, hatten ergeben, dass sich hier zu bestimmten Zeiten Personen treffen und aufhalten, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraub-, aber auch Drogendelikte zu begehen.

Der Polizei ging es um die Aufhellung dieses Rückzugsraumes für Straftäter sowie um das Erkennen von Strukturen.

Um 17.30 Uhr umstellten rund 300 Polizisten Lokale unter anderem an der Mintropstraße, der Scheurenstraße, der Luisenstraße, der Ellerstraße, der Linienstraße und der Lessingstraße. Insgesamt überprüften die Beamten in den 18 Objekten und in deren Umfeld 294 Personen.

Mit Unterstützung unterschiedlicher Ämter der Stadt und der Bundespolizei wurden vorwiegend Männer nordafrikanischer Abstammung identifiziert, durchsucht und ihr aufenthaltsrechtlicher Status geklärt. Hierbei wurden 40 Männer vorläufig festgenommen.

Bei 38 von ihnen besteht der Verdacht des illegalen Aufenthalts, ein Mann war bereits zur Abschiebung ausgeschrieben und ein weiterer ist wegen des Verdachts der Hehlerei festgenommen worden.

Die eingesetzten Beamten fertigten sieben Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und jeweils eine Anzeige wegen Diebstahls, Betruges und eines möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Es wurden sechs Mobiltelefone aufgefunden, die aus Straftaten stammen, diese konnten jedoch keiner konkreten Person zugeordnet werden.

Um 23.45 Uhr endeten die Kontrollmaßnahmen des Einsatzes vor Ort. Die Auswertungen der gewonnenen Erkenntnisse sowie die ausländerrechtlichen Überprüfungen dauern an.


"Neben unseren intensiven Anstrengungen, speziell an den Brennpunkten in der Stadt Straftaten zu verhindern und Täter auf frischer Tat zu fassen, hat uns das Projekt Casablanca darüber hinaus viele Einblicke verschafft in die Strukturen der Verdächtigen, über ihre Gewohnheiten, Aufenthaltsorte und Unterkünfte.

So haben wir die Möglichkeit mit regelmäßigen Kontrollaktionen, aber auch mit großen Razzien Orte aufzuklären, an denen solche Taten verabredet und vorbereitet werden, noch bevor sie geschehen", kommentiert Einsatzleiter Frank Kubicki die gestrige Aktion.


"Anlass für die Razzia waren nicht die Vorkommnisse der Silvesternacht, vielmehr ist es die Fortführung unserer seit langer Zeit andauernden Bekämpfungsstrategie.

Gleichwohl rechnen wir mit Erkenntnissen, die die Ermittlungen vorantreiben könnten", stellt der Kriminaldirektor klar.


RAZZIA-Vorbericht 30 Minuten nach RAZZIA-Beginn öffentlich im Netz lesbar....


POL-D: Düsseldorf - Großrazzia im sogenannten "Maghreb-Viertel" - Rund 300 Beamte im Einsatz - Gastronomiebetriebe im Fokus der Ermittler
16.01.2016 – 18:00
Düsseldorf (ots) - Seit 17.30 Uhr läuft zeitgleich in mehreren Lokalitäten rings um den Düsseldorfer Hauptbahnhof ein Großeinsatz der Düsseldorfer Polizei.


Aufklärungsergebnisse, die unter anderem aus dem Auswerte- und Analyseprojekt "Casablanca" stammen, haben ergeben, dass sich hier zu bestimmten Zeiten Personen treffen und aufhalten, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraub- aber auch Drogendelikte zu begehen.

An der Razzia sind neben der Düsseldorfer Polizei und der Bundespolizei auch die Stadt mit mehreren Ämtern beteiligt.

Die Pressestelle ist im laufenden Einsatz unter der Rufnummer xxxxx erreichbar. Eine Medienanlaufstelle befindet sich an der Luisenstraße Ecke Helmholtzstraße. Ergebnisse werden morgen in Form einer Pressemitteilung veröffentlicht.

Hervorhebungen von mir!

Kommentar von Volker Dau:


Da wurden in rund 6 Stunden von 300 angekündigten Einsatzkräften 294 Personen überprüft!

Scheint nur mir das so, das weniger als eine überprüfte Person pro Einsatzkraft in rund sechs Stunden etwas merkwürdig klingt?


Woran mag das liegen?

Ist das so ein "schwieriges Viertel" und kompliziertes "Aufklärungsgebiet"?

Oder liegt es daran das 30 Minuten nach Beginn der Aktion die Presse schon für Jedermann im Netz lesbar eingeladen wurde?

Dazu eine Meldung in der "Aktuellen Stunde des WDR" zwischen 19 Uhr und 19,30 Uhr"

Wann und wo es die ersten Radiomeldungen gab ist mir leider nicht bekannt!

Fakt scheint mir zu sein, das wohl wer nicht schon in der "Mausefalle" gesessen hat einen grossen Bogen um diese gemacht haben wird?

Wieviel Erfolg scheiterte dann daran?
2
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2 Kommentare
31.109
Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 17.01.2016 | 20:00  
78
Norbert Hermann aus Bochum | 17.01.2016 | 22:31  
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