Zwangsverwalter macht Langenfelder Markthalle flott ! Und Anke freut sich !

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Im heutigen Lokalteil der Rheinischen Post überraschte der Chefreporter die Leserschaft mit der Meldung, dass nun ein Jurist aus Duisburg die Geschäfte des ehemaligen Betreibers/Besitzers der Markthalle leitet, denn sie  steht unter Zwangsverwaltung. Dem Publikum wird dann orakelt, dass die Halle wieder flott gemacht wird.

Neben Kenntnissen in der Rechtswissenschaft scheint der tüchtige Jurist aber auch im Management etabliert zu sein, zum Schritt in die richtige Richtung zu mehr Umsatz sind zunächst längere Öffnungszeiten bis 22.00 Uhr  angedacht. Mehr Umsatz der Geschäftsinhaber bedeutet im Folgeschluss , dass theoretisch höhere Mieteinnahmen möglich sind. Dieses Gedankenspiel wird aber erst realistisch, wenn man den Spielraum für Mieteinnahmen kennt, der marktwirtschaftlich nach oben noch möglich ist ! Das überwiegende Risiko haben dabei die Geschäftsinhaber zu tragen, die sich gegen die Konkurrenz der  Supermärkte behaupten müssen, die neuerdings in den einzelnen Stadtteilen gebaut wurden !

Anke, die als Serviererin in der Gastronomie hier angestellt ist, freut sich länger zu arbeiten, wenn andere Freizeit haben. Nicht so sehen es andere Mieter, die entweder von dem Konzept nicht überzeugt sind oder ihrem Personal einen geruhsamen Feierabend gönnen.

Wenn  der Inhaber der Markthalle in die Zwangsverwaltung schlittern musste, dann stellt sich die Frage, ob das dem City-Management der Stadt verborgen blieb oder ob das ignoriert wurde ? Wenn letzteres zutreffen sollte, dann ist es kritisch zu hinterfragen, wie das Citymanagement seinen Job versteht ? Entschuldigt wäre es, wenn der Inhaber jegliche Hilfe und Beratung ausschlägt und selbst auf seine unternehmerischen Fähigkeiten vertraut. Jedenfalls ist das Ergebnis miserabel und es wird noch trostloser, wenn sich zukünftig kein Käufer finden sollte.

Ob sich durch längere Öffnungszeiten tatsächlich eine Sanierung erreichen lässt, kann nur durch Zahlen analysiert werden, aber  die bleiben im Artikel offen. Nun hofft man auf den Sommer und glaubt, dass sich die Bürger in den einzelnen Stadtteilen auf den Weg in die City machen, um dort in der Markthalle oder im Außenbereich einen "kullinarisch"  unterlegten Abend zu verbringen. Wer so denkt sollte registrieren, dass es zwischen Hilden und dem "Rheingestade"  durchaus attraktive Möglichkeiten gibt , nicht nur den Tag gemütlich ausklingen zu lassen und dabei so gar einen Sonnenuntergang zu beobachten. Dabei ist die Markthalle durchaus interessant , wenn man tagsüber an Markttagen dort einen Kaffee trinken oder  eine Kleinigkeit essen möchte.

Man lerne einmal wieder von  Monheim, dort kauft die Stadt derartige Immobilien auf, um sie selbst zu bewirtschaften ! Ob man sich das in Langenfeld zutraut ?
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