Düsseldorfer Sportplatz wird zur Flüchtlings-Unterkunft

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Die neue Traglufthalle an der Sankt-Franziskus-Straße, während sie mit Luft befüllt wird. (Foto: pld)

Die neue Unterkunft für Flüchtlinge in Mörsenbroich steht. Auf der Sportanlage an der Sankt-Franziskus-Straße bietet eine Traglufthalle für bis zu 300 Menschen ein wintersicheres Quartier. Die ersten davon sollen Ende des Monats einziehen.

Wer dieser Tage die Sankt-Franziskus-Straße passiert, fühlt sich an eine große Fußball-Arena in Süddeutschland erinnert. Auf dem Vereinsgelände von Agon 08 ist nämlich seit Kurzem ein großes luftkissenartiges Gebilde zu sehen. Die Membrankonstruktion der Traglufthalle für Flüchtlinge ist in der vergangenen Woche mit Luft befüllt worden. In der rund 2.600 Quadratmeter großen Halle werden laut Mitteilung der Stadt zukünftig 300 Flüchtlinge ein wintersicheres Quartier finden.

Die Konstruktion hat einen Grundriss von 72 mal 36 Metern und ist 9,5 Meter hoch. Für den Hallenaufbau mussten 150 Erdspreizanker im Boden verankert werden. Der Boden besteht aus einer Unterkonstruktion mit Platten als Belag. Die Hülle der Traglufthalle bildet eine doppelt beschichtete Hauptmembrane mit zusätzlicher Dämmfolie und Schutzfolie. Eine Hülle mit Drahtseil-Gitternetzsystem bietet der Membrane halt. Mittels eines Stützluftgebläses entsteht im Halleninneren ein leichter Überdruck. Gleichzeitig erzeugt das Gebläse warme Luft zur Beheizung.

Die Traglufthalle verfügt über einen Haupteingang und fünf Notausgänge. Sie ist beleuchtet, und es gibt darin eine Essensausgabe, 150 Sitzplätze, eine Lounge und einen Kinderspielbereich. In der Mitte verfügt das Bauwerk über sanitäre Einrichtungen – WCs und Duschen – und einen Schlafraum mit 300 Schlafplätzen, die durch Stellwände unterteilt sind. Zusätzlich gibt es dort Lager-, Bürocontainer, einen Krankenbereich und eine Wäschekammer. Eine äußere Feuerwehrumfahrt wird ebenfalls angelegt.

Die Traglufthalle an der Sankt-Franziskus-Straße ist für ein Jahr angemietet. Die Versorgung vor Ort erfolgt über einen Sozialträger. Städtische Mitarbeiter sind zu den Arbeitszeiten als Ansprechpartner vor Ort. Gleichzeitig ist ein 24-Stunden- Sicherheitsdienst vor Ort. Die reinen, monatlichen Mietkosten für die Halle liegen bei rund 96.000 Euro. Voraussichtlich Ende Oktober sollen die ersten Flüchtlinge dort einziehen.
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