Gelebte Ökumene in Knittkuhl

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Das evangelische Gemeindezentrum am Mergelsberg. (Foto: RB-Archiv)

Die Glocken des evangelischen Gemeindezentrums läuten ab sofort auch für die katholische Gemeinde.

Zum ersten Mal erklangen am vergangenen Sonntag die Kirchenglocken des evangelischen Gemeindezentrums Knittkuhl auch für die katholische Gemeinde.
St. Viktor, zur katholischen Kirchengemeinde St. Magareta gehörend, hat von Beginn an vor 30 Jahren keinen eigenen Glockenturm mit Kirchenglocken.

Dank der guten Beziehung zwischen der evangelischen und der katholischen Gemeinde wurde in der Vergangenheit für die Schulgottesdienste und Schulmessen bereits eine Lösung gefunden. Da die Schulgottesdienste und Schulmessen beider Gemeinden zeitgleich und räumlich nahe stattfinden, können die Glocken für beide Gemeinden erklingen.

„Was bei den Schulgottesdiensten gelingt, könnte doch auch für andere Gottesdienste und Messen funktionieren“, dachte sich Kaplan Martin Ostheimer aus der katholischen Gemeinde St. Viktor und Pfarrer Michael Füsgen aus der evangelischen Gemeinde Knittkuhl und setzten sich beide zu einem Gespräch zusammen.

Gesagt getan, schnell wurden die beiden Herren sich einig. Jetzt fehlte nur noch der Beschluss des neuen Presbyteriums. Kaplan Martin Ostheimer zögerte nicht lange und bat um einen positiven Beschluss in einem Schreiben an das Presbyterium: „Es wäre für uns ein Segen, und es würde unsere gute ökumenische Zusammenarbeit in Knittkuhl weiter vertiefen und für Menschen erfahrbar machen…“. Das Presbyterium stimmte zu.

Am Sonntag war es dann soweit: Um 11.15 Uhr läuteten die Glocken zur Messe und dann zum ökumenischen Gottesdienst am Nachmittag. Rund 150 Menschen waren auf dem ökumenischen Erntedankfest und auch anschließend im ökumenischen Gottesdienst. Dort sorgte der Chor „Rückenwind“ für Schwung.

„Hervorragende Verständigung“


Pfarrer Michael Füsgen freute sich: „Nicht nur im ökumenischen Gottesdienst funktionierte die Verständigung und Zusammenarbeit hervorragend, sondern auch auf dem Fest selber.“ So halfen sich beispielsweise die Pfadfinder und die Konfirmanden beim Waffelstand gegenseitig ohne große Absprachen.
Und künftig rufen die Kirchenglocken die Menschen beider Konfessionen zum Gottesdienst und zur Messe.
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