Gesundheitsamt warnt vor "Q-Fieber"

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Das Gesundheitsamt Düsseldorf warnt vor "Q-Fieber". Möglicherweise, so heißt es in einer Pressemitteilung, haben sich zwei Pferdehalter auf einem Hof in Düsseldorf angesteckt.



Für Tiere ist das "Q-Fieber" eher harmlos. Meist fällt gar nicht auf, dass die Vierbeiner sich angesteckt haben. Für den Menschen kann die zu den sogenannten Zoonosen gehörende Krankheit aber unangenehm werden. Nun besteht der Verdacht, dass sich zwei Pferdehalter auf einem Hof in Düsseldorf angesteckt haben. Es dauert aber rund eine Woche, bis der Erreger zweifelsfrei nachgewiesen werden kann.

Hinweise zu der seltenen Krankheit


Das Gesundheitsamt gibt deshalb einige grundsätzliche Hinweise zu der seltenen Krankheit:
- Beim "Q-Fieber" handelt es sich um eine sogenannte Zoonose, also eine über Tiere oder deren Ausscheidungen übertragbare Erkrankung. Besonders gefährdet sind demzufolge Personen die engen Kontakt zu Tieren haben, beispielsweise Schafe und Ziegen. Hierzu gehören vor allem Schlachter, Tierfellverarbeiter, Tierhalter oder medizinisches Fachpersonal. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist äußerst selten.
- Am häufigsten wird Q-Fieber übertragen von sogenannten Paarhufern wie Rinder, Schafe und Ziegen. Des Weiteren kommen als Überträger auch Katzen, Hunde, Kaninchen und Wildtiere sowie Vögel in Frage. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Inhalation infektiösen Staubes (Tierkot auf dem Stallboden) oder direkten Kontakt zu den infizierten Tieren. Die Tiere zeigen selbst meist keine Symptome. Das Verarbeiten von Fleisch- oder anderen tierischen Produkten kann durch direkten Kontakt ebenfalls zu Infektionen führen.

Rund die Hälfte der Fälle verläuft ohne Symptome


Rund die Hälfte aller Fälle verlaufen ohne Symptome oder mit grippeähnlichen Symptomen und heilen spontan nach 1-2 Wochen aus. Die akute Infektion beginnt meist mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen und ausgeprägten Stirnkopfschmerzen. Im weiteren Verlauf können Lungen- oder Leberentzündungen auftreten. Selten sind Herzmuskel- oder Herzinnenwandentzündung oder Hirnhautentzündung.
Die Inkubationszeit, das heißt, die Zeit von der Aufnahme des Erregers bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt in der Regel 2 bis 3 Wochen. Sie ist umso kürzer, je höher die Erregerdosis war.
Da eine Übertragung von Mensch zu Mensch bis auf ganz wenige Ausnahmen praktisch ausgeschlossen ist, sind besondere Schutzmaßnahmen, beispielsweise die Isolierung von betroffenen Menschen, nicht erforderlich.
Das Gesundheitsamt rät: Sollte jemand im Zeitraum von 2 bis 3 Wochen nach dem letzten Kontakt zu einem möglicherweise infizierten Tier, die zuvor beschriebenen Symptome aufweisen, sollte der Hausarzt aufgesucht werden, damit dieser eine Erregerdiagnostik vornehmen kann und gegebenenfalls eine Behandlung einleitet.
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