Tierisch auf Achse: Deutsche Tierrettung hilft in Notsituationen

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Dieser Labrador muss beatmet werden: Sollte ein Transport zum Tierarzt oder zur -klinik nötig sein, so fährt die DTR kranke oder verletzte Tiere mit ihren Besitzern schnell mit dem Tierkrankenwagen. (Foto: DTR)
 
(Foto: DTR)
Düsseldorf: Deutsche Tierrettung (DTR) |

Sie verbinden verletzte Katzenpfoten, behandeln eingerissene Meerschweinchenkrallen, suchen vermisste Wellensittiche, schienen verstauchte Hundebeine, bringen kranke oder verunglückte Vierbeiner mit dem Tier-Krankenwagen zum Arzt oder in die Klinik und behandeln auch schon mal kranke Schlangen zu Hause: Die „To-do“-Liste bei der Deutschen Tierrettung (DTR) ist lang.

Mit über 20.000 Mitgliedern ist die DTR mit Sitz in Düsseldorf mittlerweile die größte Tierrettung in ganz Deutschland und im kompletten Ruhrgebiet, am Niederrhein und in einzelnen Städten im Rheinland im Einsatz. Zu den Patienten zählen Haustiere, insbesondere Hunde, Katzen, Nager, Vögel und sogar Reptilien.

1.200 Mal im Einsatz

Allein in Düsseldorf und Umgebung waren die Tiersanitäter im letzten Jahr 1.200 Mal im Einsatz. Dass alle ein großes Herz für Tiere haben – das liegt auf der Hand.

"Labrador-Opa ,Floyd' ist apathisch und taumelt", "Gechippter Rüde zugelaufen", "Unbekannte Katze sitzt blutend auf einer Fensterbank", "Shi-Tzu Mix-Hündin fühlt sich schlapp": In der Königsallee 14 stehen die Telefone der Notfall-Nummer 0180-5026660 nur selten still. „Ob in Derendorf, Hassels oder Rath, unsere Mitarbeiter sind im Schichtdienst 24 Stunden und 365 Tage pro Jahr im Einsatz“, sagt Nadine Potthoff, DTR-Pressesprecherin. „Die Sanitäter sind alle tiermedizinisch ausgebildet, jedoch keine Tierärzte, so dass sie zwar Erste-Hilfe leisten können, Wundverletzungen und Bisse reinigen, mit Salbe behandeln und verbinden, Fieber messen, den Bauch abtasten, Ohren, Augen und Zähnen kontrollieren, jedoch keine Medikamente verabreichen.“

Untersuchung in gewohnter Umgebung meist stressfreier

Oft können - je nach Situation - mit Hilfe der Hotline schon wichtige Hilfestellungen geleistet werden, bis die tiermedizinischen Fachangestellten vor Ort eintreffen. Sollte ein Transport zum Haustierarzt oder zur Tierklinik nötig sein, wird dieser vorab beim Arzt oder der Klinik angekündigt. Die Sanitäter begleiten das Tier sowie Herrchen oder Frauchen dann mit dem Notfallwagen zu den Tiermedizinern. Nadine Potthoff: "Die Untersuchung in gewohnter Umgebung ist für die meisten Haustiere jedoch meist stressfreier und erspart ihnen den Transport in einem Behältnis." Manche Tierbesitzer hätten zudem keine Möglichkeit zum Tierarzt zu fahren, weil sie nicht mobil seien, das Haus nicht verlassen können oder nicht mit Taxen befördert würden.

Wildtiere dürfe die DTR aus rechtlichen und gesetzlichen Gründen nicht in ihre Obhut nehmen. "Meldet uns das Veterinäramt oder ein aufmerksamer Düsseldorfer einen angefahrenen Hasen, einen Schwan oder Igel, bringen wir dieses Tier jedoch zum nächsten Tierarzt oder zur nächsten Tierklinik."

"Wir sind kein Tierschutzverein"

Die DTR ist kein Tierschutzverein, so dass Tierbesitzer und -liebhaber das Unternehmen weder ehrenamtlich noch mit Spenden unterstützen können. Die Arbeit wird ausschließlich durch eine Mitgliedschaft finanziert. Diese beträgt zwölf Euro pro Monat. "Den Mitgliedern stehen nicht nur die 24-stündige Erstversorgung für Tiere inklusive dem Tierkrankenwagen jederzeit ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung, sie können ihr Tier auch kostenlos im Heimtierregister der DTR registrieren und haben Vorteile bei unseren Kooperationspartnern, wie Hundeschulen oder Tierpensionen", erklärt Nadine Potthoff. Doch auch Nichtmitgliedern werde geholfen, wie ein aktueller "Fall" beweist: Ein 16-jähriger, schwerkranker Kater, dessen Besitzer weder eine Transportmöglichkeit noch finanzielle Mittel für einen Tierarztbesuch hatte, wurde kürzlich zu Hause abgeholt und in die Tierklinik gebracht. Hier konnte er erlöst werden. "Die Rechnung für den Transport sowie das Einschläfern haben wir komplett übernommen, um Mensch und Tier zu helfen."

Das Notruf-Telefon klingelt erneut: Der nächste Einsatz ruft.
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