Vergesslichkeit ist nicht Demenz

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Düsseldorf: Landtag NRW |

Hier und da mal etwas zu vergessen - das kennt jeder. Mal fehlt ein Wort, dann wieder fällt einem partout der Name eines ehemaligen Nachbarn nicht ein. Und schon ist sie da die Angst, an Demenz erkrankt zu sein. Die ist aber oft nicht begründet.

Wer hin und wieder etwas vergisst, muss sich keine Sorgen machen. Kommt es häufiger zu Gedächtnislücken, dann sollte die Ursache aber von seinem Haus-Arzt abgeklärt werden. Neben einer Demenz können auch andere Krankheiten der Grund sein. Früherkennungen auf eigene Kosten (IGel-Leistungen) sind nicht anzuraten.

Vergesslichkeit kann viele Ursachen haben. Nicht immer steckt der Beginn einer Demenz dahinter. Möglich ist, dass die Vergesslichkeit Anzeichen einer Depression oder einer Angstkrankheit ist. Verdichten sich die Anzeichen, dass die Vergesslichkeit der Beginn einer Demenz sein könnte, dann sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Durch Durchblutungsstörungen können größere oder mehrfach kleinere Infarkte entstehen. Bestätigt sich die Diagnose, ist es wichtig, dass der Betroffene gezielt Hilfe bekommt, um seinen Alltag weiterhin zu meistern. Momentan ist die Krankheit nicht heilbar. Man kann den Verlauf aber verlangsamen, zum Beispiel mit Medika-menten oder Ergotherapie. Besser ist vorbeugen.

Aktiv bleiben und am Leben teilnehmen beugt einer Demenz auch vor. Rausgehen, sich mit anderen treffen und sich viel bewegen. Solche Aktivitäten tragen zum Wohlbefinden bei und wirken sich günstig auf den Verlauf einer Demenz aus. Am besten eignen sich Sportarten wie Gymnastik oder Tanzen, bei denen gleich mehrere Körperpartien beansprucht werden und Koordination eine Rolle spielt. Wichtig ist auch eine gesunde Lebensweise, dazu gehört, kein Übergewicht zu haben und sich ausgewogen mit Obst und Gemüse zu ernähren.

Schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen von derzeit 81 Millionen Einwohnern in Deutschland leiden an der Alzheimer-Krankheit. Die Tendenz steigt durch längere Lebenserwartung. Experten rechnen mit drei Millionen Erkrankten im Jahr 2050.

Wir werden immer älter und dadurch steigt die Häufigkeit von Alterskrankheiten. Der Erhalt des gesunden Lebens wurde daher von der Bundesregierung als eine der vordringlichen Zukunftsaufgaben ausgewiesen, die Krankenkassen fördern und unterstützen ihre Mitglieder aktiv bei der Vorsorge.

Raus aus dem Fernsehsessel, rein in die Gesellschaft.
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