Wachsende Werkstatt: WfaA feiert Richtfest an der Theodorstraße

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Der Neubau der WfaA-Betriebsstätte an der Theodorstraße soll im Dezember bezugsfertig sein. (Foto: Siegel)

Die Werkstatt für angepasste Arbeit (WfaA) feierte am Freitag Richtfest für ihren Neubau in Rath. Hier entstehen bis Ende des Jahres 160 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.

Das sommerlich Wetter markierte eine große Entwicklung: Sieben Monate nach dem ersten Spatenstich bei ungleich ungastlicherer Witterung, konnte die Werkstatt für angepasste Arbeit am vergangenen Freitag nun bei strahlend blauem Himmel Richtfest feiern. Ihr Neubau im Gewerbepark Rath bietet mit insgesamt rund 5.800 Quadratmetern Platz für den Umzug des Standorts „Im Liefeld“.

Die WfaA richtet an der Theodorstraße Arbeitsplätze für 160 Menschen mit geistig-, körper- und schwerstmehrfacher Behinderung ein. Bis zu 100 Menschen werden im Produktionsschwerpunkt Kleinmontage, Konfektionierung und Verpackung arbeiten. 60 Menschen mit Schwerstbehinderungen werden im Heilpädagogischen Arbeitsbereich (HPA) mit der entsprechend notwendigen Ausstattung beschäftigt.

„Insgesamt 4,3 Millionen Euro wird der Neubau kosten“, sagte Geschäftsführer Thomas Schilder und fügte hinzu: „Mit über 3 Millionen Euro freuen wir uns, den Hauptanteil durch Fördermittel vom LVR, dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW und von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit zu erhalten.“
Die Beschäftigten der Betriebsstätte in Oberbilk freuten sich schon sehr auf das neue, nach modernem Standard geplante und vollkommen barrierefreie Gebäude, wie Schilder verriet: „Damit schaffen wir – nach der Eröffnung der Betriebsstätte in Angermund – nun weitere Arbeitsplätze im Düsseldorfer Norden“.

LVR-Abteilungsleiterin Beate Kubny dazu: „Die Werkstatt erobert den Düsseldorfer Norden, und wir freuen uns, dass Menschen mit Behinderung auch hier einen Arbeitsplatz finden, der sie fordert.“ Dabei strich Beate Kubny die allgemeine Bedeutung solcher Werkstätten heraus: „Sie bieten den Menschen die Möglichkeit, mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen produktiv zu sein.“

Aus Sicht der Expertin vom LVR verfolgten solche Einrichtungen zwei wesentliche Ziele: „Erstens, den Menschen mit Behinderung den Weg von der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erleichtern, zweitens: für alle Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.“

Die Wertigkeit von Teilhabe in der Arbeitswelt unterstrich auch Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke, und richtete dabei den Blick auf den besonderen Standort Theodorstraße: „Hier ist ein Gewerbegebiet, das sich ganz ganz toll entwickelt. Und ich finde es ganz wichtig, dass da, wo ganz viel Produktion geleistet wird, jetzt auch Menschen mit Handicaps beschäftigt werden.“
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