Weg von der Straße

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Düsseldorf: Trebecafé | Seit Mai 1996 ist das Trebecafé der Diakonie die Anlaufstelle für wohnungslose Mädchen die Unterstützung, Rat, Ruhe und Schutz suchen. Das Trebecafé ermutigt Mädchen, ihre Sorgen zum Ausdruck zu bringen und sich Vertrauenspersonen zuzuwenden.

Laut Gesetz gibt es keine minderjährigen wohnungslosen Mädchen - Vormund, Mädchenheim, stationäre Einrichtung uvm. Die Realität zeigt andere Seiten. "Es gibt Mädchen die Hilfe benötigen um ihr Leben leben zu können, denn die meiste Zeit kämpfen sie nur um das Überleben", Marita Wenzel, Leiterin des Trebecafés. Zu Hause erleben sie häusliche Gewalt, werden sexuell missbraucht, übernehmen Elternrollen, da ein Elternteil ggf. süchtig ist und suchen sich ein Therapiemittel um den Stress abzubauen - Drogen. Halt und Unterstützung suchen sich die Mädchen in erster Linie auf der Straße. Eine Lösung ist das nicht. Adolf-Leopold Krebs, Diakonievorstand, hatte da eine Idee. "Man muss dahin, wo die Mädchen sind", sagt er. Eine zentrale Anlaufstelle sei die Lösung. 1995 präsentierte Adolf-Leopold Krebs das Konzept des Trebecafés und traf dabei auf Ute Huneke. Sie war überzeugt und schloss sich seinem Konzept an. Durch eine großzügige Spende von Ute Huneke konnte eine Lösung in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs gekauft werden. Die Unterstützung muss frühzeitig erfolgen um schlimmeres zu vermeiden. Spontaner Angriff: Die Mädchen müssen sofort von der Straße weg! 1999 schloss sich auch die Stadt Düsseldorf dem Trebecafé an. Das Café wurde durch einen städtischen Zuschuss unterstützt. Ute Huneke spendete erneut eine großzügige Summe an die Diakonie, sodass größere Räumlichkeiten gekauft werden konnten. "Mir war es wichtig, dass die Lage stimmt - Abseits vom Geschehen am Hauptbahnhof/ Charlottenstraße", Ute Huneke. Heute werden die Räumlichkeiten des Trebecafés, Kölner Straße 148, bis in die zweite Etage für Beratung und Therapie genutzt. Der Lebensmittelpunkt vieler Mädchen ist die Straße und genau da muss man angreifen und helfen. Mit Hilfe der Mitarbeiterinnen kann ein neues Leben beginnen. Insgesamt haben 2364 Mädchen/ junge Frauen mit einem Durchschnittsalter von 18,5 Jahren in den letzten 20 Jahren im Trebecafé Zuflucht gefunden. Wenn die Mädchen im Trebecafé ankommen, können sie sich ausruhen, duschen, etwas essen und den Mut fassen, ihr Leben neu zu gestalten. "Meist haben sie erst nach wochenlanger Betreuung Vertrauen gefasst, so dass sie sich auf uns einlassen und ihre Anliegen ansprechen können", Marita Wenzel. Die Mitarbeiterinnen des Trebecafés helfen den Mädchen ihr Leben neu zu ordnen. Sie gehen mit ihnen zu Ärzten, Behörden, helfen ihnen bei der Suche nach einer Wohnung oder Ausbildungsstätte. Sie übernehmen die Elternrolle. Marita Wenzel sagt: "Unsere Arbeit ist Beziehungsarbeit. Sie wissen, dass sie sich in allen Situationen an uns wenden können". Außerdem suchen Streetworkerinnen die Mädchen auf der Straße auf. Die Präventionsarbeit richtet sich gezielt an Schulen, Jugendeinrichtungen und Konfirmandengruppen. Im Trebecafé wird das Selbstwertgefühl der Jugendlichen gestärkt, sie lernen den Umgang mit Gefühlen und Krisen, sowie Konflikte und Stress ohne Suchtmittel zu bewältigen.
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