Mehr Abwechslung geht nicht

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Gerresheim feiert ein erfolgreiches Stadtteilfest

Es ist Samstagmorgen und auf den Parkplätzen in Gerresheim herrscht das Chaos. Die Straßen rund um den Gerricusplatz sind voll mit Menschen. Die Trödler des 28. Straßenfestes der Bürgerhilfe sind bis in die Seitenstraßen vorgedrungen. Auf der Bühne geht es schon wuselig zu und nach der Eröffnungsrede des Vorsitzenden der Bürgerhilfe, Hans Küster, ergreift der OB Thomas Geisel das Wort. Er selbst ist begeistert von diesem Ansturm und der positiven Resonanz. „Hier haben die Bürger mit den Füßen entschieden welche Veranstaltung sie in Düsseldorf besuchen“, meint der OB. Er lobt die Bürgerhilfe, die diese Veranstaltung bereits seit Jahren so erfolgreich auf die Beine stellt. „Es zeugt davon, welche Bindung hier im Stadtteil existiert“, meint Geisel. Nach seiner Auffassung wird durch diesen Event eine Identität zum Stadtteil erzeugt. Ferner freut es ihn, dass das Straßen- und Stadtteilfest viele Bürger aus anderen Vierteln anlockt und sogar Menschen aus den angrenzenden Städten anreisen. „Dieses Fest scheint ein wichtiger Punkt im Kalender vieler Bürger zu sein“, stellt Geisel fest.

Mehr Abwechslung als auf diesem Fest geht nicht. Wandert man vom Gerricusplatz, der von Menschen und Trödlern so bevölkert ist, dass es kaum noch ein Durchkommen gibt, hinüber zur Benderstraße geht es etwas entspannter zu. Die Menschen schnöven in der Bücherei, lassen ihre Kinder vom Künstler mit den Luftballons verzieren oder von netten jungen Damen schminken, schlecken ein Eis oder gönnen sich einen Cocktail. Auf dem Apostelplatz, dem Mittelpunkt der Benderstraße ist Genussmeile aufgebaut. Ob Prager Schinken vom Metzger Ludwig oder eine leckere Bratwurst vom Metzger Dirk Willems, Nudeln von der sardischen Familie Tatti oder einem Wein vom Weingut Metzger, es ist alles das, was das Schlemmerherz begehrt. Während auf der Bühne am Gerricusplatz der Gerresheimer Spielmannszug aufzieht oder der Gesangswettbewerb „Voice of Gerresheim“ stattfindet (Siegerin übrigens Miriam Grimm), gibt es auf der auf der Bühne am Apostelplatz Schlager vom feinsten und wer es dann etwas extremer haben möchte, der geht noch eine Ecke weiter, denn beim Nachbarschaftsfest auf der Heinrich-Könn-Straße gibt es Gypsy-Swing von Rigo Winterstein auf die Ohren. Unterschiedlicher kann es nicht zugehen und mehr Abwechslung geht nicht.

Kultureller Unterschied

„Es schon fast ein kultureller Unterschied zwischen den einzelnen Veranstaltungen im Stadtteil“, findet der Veranstalter Markus Middell von Nachbarschaftsverein Kö-Pi. Während auf dem Gerricusplatz und der Benderstraße mehr für Erwachsene geboten wird, stehen auf der Heinrich-Könn-Straße die Kinder im Focus. Angesichts dieser Tatsache gab es den Spielbus, hier konnten die Sprösslinge allesmögliche mit Fahrzeugen anstellen, beim Klötzebauen wurden die schönsten Bauvorhaben verwirklicht und beim Mitmach-Zirkus stand das Jonglieren im Vordergrund. „Die Erwachsenen wurden mit Musik und Essen verwöhnt“, sagt Middell. Apropos Essen: einige der Flüchtlinge haben sich ebenfalls eingebracht und kamen mit Schüsseln und Blechen zur Heinrich-Könn-Straße. Sie boten Essen ihrer Heimat an. Da
Wenn vielleicht nicht genauso viele Besucher wie im letzten Jahr das Stadtteilfest besuchten, so sind die Veranstalter dennoch hochzufrieden. Ob jedoch im nächsten Jahr wieder gemeinsam gefeiert wird, ist noch fraglich. Weil es doch einige Kritik an der gemeinsamen Veranstaltung gegeben hat, wird sich der Nachbarschaftsverein Kö-Pi nach eingehender Erörterung später für oder gegen den Verbleib in dieser Veranstaltungs-Dreiergruppe entscheiden.

Peter Frank



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