Monumentale Menschenmassen

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  Stadteilfest der Superlative – Gerresheim im Spaß vereint



Vor einigen Tagen hat der Rhein Bote ein „Gigantisches Stadtteilfest“ prophezeit. Nein, das was sich am Wochenende vom Gerricusplatz über die Benderstaße bis hin zur Heinrich-Könn-Straße schob waren monumentale Menschenmassen. Dieses von drei Vereinen organisierte Fest der Superlative hat alles übertroffen, was es bisher in Gerresheim gegeben hat. Zudem war festzustellen, dass nach dem Knatsch um den Umbau der Benderstraße, endlich wieder alle Gerresheimer gemeinsam im Spaß vereint waren.

Oberbürgermeister Geisel war am Wochenende beim Stadtteilfest in Gerresheim im Dauereinsatz. Bereits am frühen Morgen, die Einzelhändler waren teilweise noch damit beschäftigt ihre Geschäfte zu schmücken, befand sich der OB auf dem Gerricusplatz, um das Fest der Bürgerhilfe Gerresheim mit ihrem traditionellen Trödelmarkt zu eröffnen. Die Vorsitzende des Vereins „Die Benderstraße“, wartete bereits mit einer Rikscha auf das Stadtoberhaupt, um ihn zum Apostelplatz zu befördern. Dort wartete man auch bereits sehnsüchtig auf ihn, denn auch die Benderstraße wollte ihre offizielle Eröffnung. Beindruckt vom Geschehen sagt Geisel: „Ich freue mich, dass jetzt alle glücklich sind und schon jetzt eine gute Stimmung herrscht.“ Er sprach von einer schweren Geburt, mit der er den Umbau der Benderstraße meinte und ergänzte „wenn das Baby mal da ist, dann sind die Wehen auch schnell vergessen“. Geisel meint weiter: „Kunden und Einzelhändler wurden auf die Probe gestellt, jedoch erscheint heute die diese tolle Einkaufsstraße in einem mediterranen Flair.“ Bezirksbürgermeister Karsten Kunert hob hervor, dass trotz der Beschwerden, die teilweise unter die Gürtellinie gingen, mit der Zeit alle am gleichen Strang zogen. Dadurch konnte auch unter Mithilfe von Renate Hammecke, die als Ansprechpartner für die Anlieger und Einzelhändler fungierte, der Schaden begrenzt werden. „Endlich Mal steht die Benderstraße im guten Fokus, was unter anderem auch dem Engagement von Giovanna Kraheck und ihrem Vorstand zu verdanken ist“, freut sich Kunert. Die Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel begrüßt die positive Veränderung in Gerresheim. „Auch wenn ich meinen Wirkungskreis in Berlin habe, bekomme ich alles mit, was hier geschieht“, führt sie aus. Der Umbau hat nach ihrer Auffassung gezeigt und dies zeichnet Düsseldorf grundsätzlich aus, dass auch auf die Bürger gehört wird und die Politiker dies umsetzen. „Der Umbau Benderstraße ist hier das beste Beispiel“, sagt die Bundestagsabgeordnete.

Trödeln und Singen

Zwischenzeitlich zieht das Heer von Menschen die Benderstraße entlang bis zum Gerricusplatz, um nicht den Radschlägerwettbewerb zu verpassen. 47 Mädchen und Jungen kämpften um den Sieg. In der Gruppe bis neun Jahre konnten sich Sarah Koch (1. Platz), Benita Gehrmann (2. Platz) und Elai Meisen (3. Platz) behaupten. In der anderen Truppe der 10 bis 12-Jährigen sicherte sich Carla Albuera, nach spannendem Wettstreit den Sieg. Zweiter wurde Selina Siepmann und den dritten Platz belegte Sophie Wurow. Obwohl so viel Jungens wie noch nie gemeldet waren, konnte sich keiner für die oberen Ränge qualifizieren. Genauso packend war der Gesangswettbewerb, der zum zweiten Mal beim Bürgerhilfe Stadtteilfest stattfand. Schon die starke Konkurrenz beim Casting ließ darauf schließen, dass es im Finale recht knapp zugehen würde. Dies hat sich auch bewahrheitet. Dies bestätigte obendrein der Verantwortliche für den Gesangswettbewerb. Michael Küster: „Dieser Wettbewerb ist eine riesige Erfahrung und wir haben jetzt schon eine hohe Qualität der Teilnehmer feststellen können.“ Die Jury war nicht zu beneiden. Das letztlich Emmi Lee Epstein den Sieg davon trug, war wohl auch ihrem professionellen Auftreten zu verdanken. Hat die 11jährige Gymnasiastin doch schon beim Mucical Shrek die kleine Fiona gesungen. „Ich freue mich riesig über den Gewinn des Wettbewerbs und möchte bei Mike Morrigan meine eigenen Lieder aufnehmen“, gibt sich die junge Sängerin selbstbewusst. Für sie ist klar: „Nach der Schule werde ich Schauspielerin und Sängerin.“

Unendlicher Strom

Der Strom zwischen Gerricusplatz und Apostelplatz nimmt auch gegen Spätnachmittag nicht ab. Die imponierenden Menschenmassen haben sogar den gebürtigen Gerresheimer Rolf Müller (Einzelhändler und Vorstandsmitglied „Die Benderstraße) in Erstaunen versetzt. So etwas habe ich in meinem Leben in diesem Stadtteil noch nicht erlebt. Er steht aufgeregt am Straßenrand und wartet auf eine Lieferung. „Es sind bereits 500 Liter Bier getrunken worden, jetzt muss ich nachordern“, grinst Rolf Müller und geht. Die Leute, die es noch bis zur Heinrich-Könn-Straße schaffen, kommen auch hier auf ihre Kosten. Neben Spielen und Sport, sind die musikalischen Vorträge die Highlights des Nachbarschaftsfestes. Erst gegen Abend wird es langsam ruhiger auf den Straßen. Doch die Lazy Beat Bones sind noch weit entfernt vom Apostelplatz zu hören.

Fotos: Oleksandr Voskresenskyi, Peter Frank
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2 Kommentare
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 04.09.2016 | 22:34  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 06.09.2016 | 05:52  
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