Benefiz-Regatta: Das Training beginnt

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Das Training zu „Düsseldorf am Ruder“ hat begonnen, die ersten Teams nehmen Aufstellung in ihren Booten. Am Samstag, 22. August, 10 Uhr, steigt die Benefiz-Regatta im Hafen, für Unterhaltung Drumherum ist ebenfalls gesorgt. Foto: Stefanie Siegel
Der Ruderclub Germania und die Krebsgesellschaft NRW haben sich zusammengetan, um die erste Benefiz-Regatta zugunsten krebskranker Menschen in Düsseldorf zu veranstalten. Unterstützt werden sie von Schirmherr Oberbürgermeister Thomas Geisel, dem Universitätstumorzentrum und Olympiasieger Lukas Müller. Ziel der Regatta ist, die Düsseldorfer Bürger zu mobilisieren.

Düsseldorf. Die Anmeldefrist ist bereits erfolgreich beendet, insgesamt haben sich mehr als 250 Teilnehmer gemeldet. Und nun wird fleißig für die Benefiz-Regatta am Samstag, 22. August, trainiert.
Sechzig angemeldete Vierer-Teams werden somit im Medienhafen an den Start gehen und gemeinsam mit den sportliche Botschaftern Lukas Müller, zweimaliger Weltmeister und Olympiasieger im Deutschland-Achter, sowie Sportamtsleiter der Stadt, Pascal Heithorn, für die Aktion werben.
„Die Herausforderung für die nächsten Wochen wird nun das Training der Teams sein. Hier setzen wir alles daran, dass die Mannschaften vor dem Rennen vier Mal trainieren können“, erzählt Kurt Nellessen, stellvertretender Vorsitzender des Ruderclubs Germania. Das Training beginnt Mitte Juli und kann bis zum 19. August in Anspruch genommen werden.
„Das Interesse und die Kreativität der angemeldeten Teams hat uns umgehauen“, sagt Dr. Margret Schrader von der Krebsgesellschaft NRW. Angekündigt haben sich Firmen-, Freundschafts-, Familien- und auch Vereinsboote. Es gibt reine Frauen- und Männer-Teams und auch Schüler- und Studenten-Boote werden mit dabei sein.

Ganz persönliche Bedeutung

Die Motivation der Teilnehmer berührt dabei sehr. Für Jörg Klammer und seine Familie hat die Regatta eine sehr persönliche Bedeutung. „Unsere Tochter ist im Jahr 2013 an Leukämie erkrankt. Während der intensiven Chemotherapie und auch in der Folgezeit war für uns wichtig und hilfreich, als Familie „in einem Boot“ zu sitzen. Das wollen wir nun auch sportlich tun – für uns und auch als Signal für andere“, erzählt Stephanie Klammer. Auf die Botschaft hinter der Aktion kommt es auch den teilnehmenden Selbsthilfeorganisationen „mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs“, und „Frauenselbsthilfe nach Krebs Landesverband NRW“ an: „Wir freuen uns auf den Spaß an der Sache. Im Kern geht es jedoch darum, zu zeigen, dass Menschen mit einer Krebserkrankung stark und aktiv sein können. Mit der Krankheit gerät das Leben komplett aus den Fugen. Das ist erst mal so, muss aber nicht so bleiben. Hierbei können wir unterstützen“, berichtet Petra Kunz, NRW-Landesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs.
Der Erlös der Benefiz-Regatta kommt der Krebsberatung Düsseldorf, Fleher Straße 1, zu Gute.
Die ambulante Einrichtung im Stadtteil Bilk bietet psychosoziale Beratungen für Krebspatienten und Angehörige an. Das Angebot ist kostenlos und niederschwellig. Für Familien gibt es eine gesonderte Sprechstunde. Die Finanzierung der Beratungsstelle wird zur Hälfte durch die Krebsgesellschaft NRW als Träger sowie durch die BürgerStiftung Düsseldorf als Hauptförderer sichergestellt. Um das Beratungsangebot auch in Zukunft fortzuführen, ist die Einrichtung auf Spenden und Zuwendungen angewiesen.
Neben dem erhofften Erlös soll die Regatta überdies ein Zeichen setzen, wie eng die Düsseldorfer zusammenrücken können – sportlich, menschlich und auch in Punkto Gesundheitsversorgung.

Onkologischer Lotse in Düsseldorf

„Ein onkologischer Lotse in Düsseldorf für Menschen mit einer Krebserkrankung ist mir ein besonderes Anliegen, für die Benefiz-Regatta und darüber hinaus“, unterstreicht Professor Dr. Rainer Haas, Direktor des Universitätstumorzentrums der Universitätsklinik Düsseldorf, seine Motivation. „Universitätsklinikum, Düsseldorfer Krankenhäuser, Arztpraxen, Krankenkassen und Krebsgesellschaft NRW sind hierbei Partner, die langfristig eingebunden sind und mitwirken. Mit diesem Verbund werden wir unserem Auftrag gerecht, für die Bürger unserer Stadt und der Region eine umfassende onkologische Betreuung sicher zu stellen“, so Haas.
Der Netzwerkgedanke soll am Regattatag auch sportlich zum Ausdruck kommen. So tritt das Dezernat für Personal und Gesundheit mit dem Beigeordneten Professor Dr. Andreas Meyer-Falcke mit einem Boot beim Rennen an. Ebenfalls angemeldet sind ein „Urologen-Boot“ der Universitätsklinik unter Führung von Professor Dr. Peter Albers, drei Boote der Universitätsfrauenklinik – darunter das Team „UniKid“ mit Professor Dr. Jan-Steffen Krüssel. Das Evangelische Krankenhaus Düsseldorf sowie eine Ergotherapiepraxis und weitere niedergelassene Arzt-Praxen stellen ebenfalls sportliche Teams.
Am Wettkampftag werden die Einzelrennen jeweils in der Zeit von 10 bis 15.30 Uhr stattfinden. Um 16 Uhr wird Oberbürgermeister Thomas Geisel die Siegerehrung vornehmen. Live-Musik sowie Informations- und Verpflegungsstände sind in Planung.
Weitere Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten und Sponsoring gibt es unter www.duesseldorf-am-ruder.de.
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