Fußball als Integrationshilfe

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Sportfreunde Gerresheim trafen auf Immigrantenauswahl


Auf dem Kunstrasenplatz von Sportfreunde Gerresheim gab es ein ungewöhnliches Treffen zweier Fußballmannschaften. Eine Auswahl von B-Jungendspielern bis Altherren des Clubs traf auf eine Immigrantenauswahl zu einem Freundschaftsspiel. Ein Spiel, das allen viel Freude bereitete und dazu ein erster Schritt zur besseren Integration war.
Die fußballhungrigen kommen aus Eritrea, Syrien und Guinea und sie sind heiß aufs Spiel. Trainiert haben sie bisher nur wenige Male. Doch das macht ihnen überhaupt nichts, auch die unterschiedlichen Sprachen sind keine Barriere. Beim Sport gibt es keine Sprachendifferenzen. Amanul, der zwanzigjährige Eriträer, spricht schon ein paar Worte deutsch. Er ist Keeper und kommt nicht sofort zum Einsatz, weil er erst einem anderen den Vorrang geben muss. „Ich möchte unbedingt spielen“, sagt er. Und höflich fügt er an: Wenn es möglich ist, würde ich gerne in Zukunft im Verein spielen.“ Amanul soll, das erzählen die interessierten Knirpse am Seitenaus, ein super Torwart sein.

Großes Resonanz

Für Ralf Borufka ist die Vielzahl der Anmeldungen eine absolute Überraschung. „Nachdem wir uns im Verein und den Behörden abgestimmt haben, sind insgesamt 27 Anmeldungen für dieses Spiel bei mir eingegangen“, berichtet er. Die Idee stammt von ihm und seinen Mitstreitern im Verein. Die Bekanntgabe wurde gleich von allen Institutionen positiv aufgenommen und Unterstützung zugesagt. Bezirksvorsteher Carsten Kuhnert, pfiff sogar das Spiel persönlich an. Der Lions Club Düsseldorf-Jan-Wellem sorgte für Fußballschuhe, Trikots und Bälle.

Nicht Pass sondern Pässe

Einen Coach hatte die Truppe um Amanul nicht, jedoch einen eigenen Arzt. Alcusa Darri, der als Mannschaftsarzt nicht eingreifen musste, setzte sich dafür umso mehr für die Mannschaft als Spieler ein. Die große Anzahl von Zuschauern, die sich auf der Bezirkssportanlage einfanden, verfolgte ein flottes und abwechslungsreiches Spiel, mit guten Szenen auf beiden Seiten. Das Ergebnis spielte hier überhaupt keine Rolle. Das Fußballfreundschaftsspiel war, so hörte man von allen Seiten, die beste Integrationshilfe die man leisten kann. Frei nach dem Motto des Spiels: Sein Pass spielt keine Rolle. Seine Pässe schon.
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