Geschwister fahren zur Taekwondo-EM

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Ioanna Andreopulou mit Trainer Inan Tunc (links) und ihrem Papa. Foto: Privat

Sie kommen aus einer Familie, sind Geschwister, treten in der gleichen Wettkampfkategorie an (bis 49 Kilogramm Körpergewicht), sind beide Taekwondo-Talente und erfolgreich, aber keine Zwillinge. Ioanna Andreopulou ist die ältere Schwester von Antonio. Ioanna tritt bei den U1-Juniorinnen an, während ihr „Bruderherz“ Antonio noch B-Jugendlicher ist. Beim „World President Cup“ in Bonn sicherten sich die Düsseldorfer die Goldmedaille und damit die Qualifikation für die jeweiligen Nachwuchs-Europameisterschaften.

„Die Sieger des World President Cup sind automatisch für die EM qualifiziert, unabhängig davon, ob sie durch ihren Nationalverband nominiert werden“, erläutert Sportwerk-Trainer Inan Tunc. „Sollten Ioanna oder Antonio nicht von der Deutschen Taekwondo Union für die EM in die Nationalmannschaft berufen werden, werden wir vom Sportwerk dafür sorgen, dass sie teilnehmen können.“
Ioanna Andreopulou musste beim „World President Cup“ sechsmal antreten. In jeder Runde kämpfte sie taktisch geschickt und kräfteschonend. Zunächst setzte Ioanna Anina Filippolda (Russland) mit 4:2 Punkten matt, ließ ein 1:0 über Michaela Kubikova (Tschechische Republik) und ein 2:1 über Tamara Miquel (Spanien) folgen. Im Viertelfinale war Sophie Heuschkel (Gelnhausen) chancenlos. Die Düsseldorferin siegte klar mit 5:0. Im Halbfinale stand ihr die B-Jugend-Europameisterin 2013 und deutsche A-Jugend-Nationalmannschaftkämpferin Sebil Sara Kaya (TKD Özer Nürnberg) gegenüber. „Das war ein ganz wichtiger Kampf. Die beiden heißesten deutschen Kandidatinnen für die EM-Nominierung trafen aufeinander“, so Tunc. Die Düsseldorferin setzte sich mit 2:1 durch. Einmal in der Erfolgsspur, ließ sich Andreopoulou auch im Finale nicht ablenken. Mit einem 3:2-Erfolg über Agna Danal Chiotti (Griechenland) sicherte sich die Sportwerkerin den Titel. Die Teilnahmeberechtigung für die U21-EM in Russland war geschafft. „Ein gutes Pferd springt eben nicht höher als es muss“, kommentierte Tunc gut gelaunt angesichts der vielen knappen Siege.
Nicht ganz so viel musste Antonio „Toni“ Andreopulou arbeiten, um sich die EM-Quali zu erkämpfen. Leonardo Gamboni war kein echter Prüfstein für Toni. 19:7 stand es am Ende. Im Halbfinale hatte der Düsseldorfer deutlich mehr Mühe mit Daniel Paliakou (Weißrussland). Konzentriert und beweglich wehrte er alle Angriffe ab, setzte aber den einen entscheidenden Treffer zum 1:0-Erfolg. Im Finale gegen Daniil Kuvalov (Russland) zeigte der Sportwerker alles: Mit 14:5 machte Toni alles klar. Als Tüpfelchen auf dem i kann er die Reise zur Jugend-EM nach Rumänien buchen.
„Ioanna hat ihre Kontrahentin aus Nürnberg bezwungen und müsste eigentlich von der DTU für die EM nominiert werden. Toni hat ebenfalls bewiesen, dass er international vorne dabei ist. Wir bereiten uns jetzt auf die EM vor“, so Tunc.
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