Karatetraining für drei Generationen

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Karate generationsübergreifend, denn neben Kindern und Jugendlichen trainieren auch Väter und Mütter mit: Trainier Wolfgang Schubert (78) mit seiner jüngsten Schülerin Xavia (4) und ihrer Mutter Lilia Weiss (35). Foto: Stefanie Siegel
Xavia ist vier Jahre alt, ihr Karatetrainer Wolfgang ist bereits 78 und Mama Lilia, 35, trainiert ebenfalls – im Düsseldorfer Karateverein Sandokan üben die gelehrigen Schüler Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken – und all dies geschieht vollkommen generationsübergreifend.

„Ichi, Ni, San, Shi, Go“, der 78-jährige Wolfgang zählt auf Japanisch bis Fünf, seine Karateschüler vollziehen geschmeidig die Übungsschrittfolge in der kleinen Turnhalle auf der Fleher Straße. Ganz vorne steht die kleine Xavia und folgt gekonnt den Bewegungen des 78-jährigen Trainers.
„Ich habe vor zwanzig Jahren mit dem Training begonnen“, berichtet Wolfgang, der sich bis heute mit dem Karatesport nicht nur fit hält, sondern mittlerweile auch selbst unterrichtet. Seine Schüler sind überwiegend Kinder, „aber auch Eltern trainieren bei mir gemeinsam mit ihren Kindern in einem Kurs“, berichtet Wolfgang.

Eine alternative Sportart für Xavia

Die jüngste Kursteilnehmerin ist Xavia. Die Vierjährige trainiert gemeinsam mit ihrer Mutter Lilia Weiss. „Gewöhnlich spielen Jungs Fußball und die Mädchen machen Ballett“, erzählt die 35-Jährige, „wir möchten Xavia eine alternative Sportart anbieten.“
Die Karateübungen machen der Kleinen besonders viel Spaß, überdies stärkt die Sportart neben der Kondition und der Schnellkraft auch ihr Selbstvertrauen. Auch das ist Xavias Eltern wichtig.
„Ich war damals ein sehr schüchterner Junge“, erklärt auch Didi Haas, Gründer der Karateschule und Träger des 8. Dan, „das hat sich durch den Sport grundlegend geändert.“
Bereits 1978 eröffnete er eine Schule für japanische Kampfkunst im Eifelstädtchen Prüm, seinem Geburtsort. Heute, über 35 Jahre später, hat der Verein über 800 Mitglieder, rund 200 davon trainieren in Düsseldorf. „Karate“, so erzählt Didi Haas weiter, „reguliert die Kinder. Die unsicheren Kinder werden mutiger, die hyperaktiven werden ruhiger.“
Neben den positiven motorischen Effekten der Sportart legen sowohl Schüler als auch Lehrer Prüfungen ab, um ihr Können auszubauen, zu vertiefen und zu festigen.

Meisterschüler und Gürtelfarbe

Die heute im Karatesport übliche Graduierung durch farbige Gürtel wurde wahrscheinlich aus dem Judo übernommen. In Graduierungen wird zwischen den Schülergraden, den so genannten Kyu, und den Meisterschülern respektive Meistergraden, den so genannten Dan, unterschieden. Jeder dieser Stufen wird eine Gürtelfarbe zugeordnet. In dem in Deutschland gebräuchlichsten Graduierungssystem existieren 9 Kyu und 10 Dan-Grade. Der 9. Kyu stellt die unterste Stufe dar, der 10. Dan die höchste.
Und auch, wenn Xavias Gürtelchen noch weiß ist, sie trainiert eifrig und wird sicherlich bald stolz ihre erste Farbe am Gürtel tragen.

Hintergrund:
Weitere Infos zum Training erteilt Didi Haas unter Telefon 02161 / 648 660 oder im Internet unter www.sandokan-karate.de. und der Mailadresse info@sandokan-karate.de
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