Rot-Weiße Rechenspiele: So rettet sich Fortuna

Anzeige
Muss mit allem rechnen: Fortuna-Trainer Norbert Meier. (Foto: Weege)

Das Schneckenrennen im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga führt unweigerlich zu einem Herzschlagfinale: Mit Fortuna Düsseldorf, dem FC Augsburg und der TSG Hoffenheim befinden sich die drei Teams in gegenseitiger Reichweite, die mit ihren aktuellen Tabellenpositionen die komplette Bandbreite des möglichen Saisonergebnisses abbilden.

Klassenerhalt, Relegationsspiele, Abstieg - für jeden der drei ist noch alles möglich.

Als 17., bei zwei Punkten Rückstand und dem mit Abstand schlechtesten Torverhältnis, hat die TSG Hoffenheim nicht nur tabellarisch die schlechteste Ausgangsposition: Die Kraichgauer müssen am Samstag zum Champions League-Finalisten Borussia Dortmund, deren Anhängerschaft dem „Modell Hoffenheim“ traditionell in herzlicher Abneigung begegnet. Ein TSG-Sieg dort käme in der aktuellen Verfassung einem mittleren Fußball-Wunder gleich. Doch genau den braucht es, um Hoffenheims direkten Abstieg zu verhindern. Darüber hinaus müsste mindestens ein Konkurrent verlieren, damit die TSG Platz 17 noch verlassen kann.

Der FC Augsburg (aktuell Platz 16) hat sich mit einer fulminanten Aufholjagd in der Rückrunde ins Rennen um den direkten Klassenerhalt zurückgekämpft – und gespielt. Zwar haben die Donauschwaben drei ihrer letzten vier Spiele verloren, die aber alle auswärts. Nun aber haben sie Heimrecht - und mit der längst als Absteiger feststehenden SpVgg Greuther Fürth vom Papier her die denkbar lösbarste Aufgabe. Kennzeichnend für den FCA: Er spielt "hopp oder top". In den letzten zwölf Spielen gab es kein Remis mehr. Ein dritter Heimsieg in Folge könnte den direkten Klassenerhalt bedeuten.

Ein Augsburger Sieg würde bedeuten, dass die Fortuna ihr Gastspiel in Hannover auf jeden Fall gewinnen muss, um „Rettungsplatz“ 15 zu verteidigen. Den Rot-Weißen reicht grundsätzlich das gleiche Ergebnis, wie das der Konkurrenten, zum direkten Klassenerhalt. Um zumindest nicht direkt abzusteigen, reicht dank des Torverhältnisses ein Unentschieden. Angesichts von nur zwei geholten Punkten aus den letzten 13 Auswärtsspielen wird selbst das allerdings alles andere, als ein Selbstläufer.

Und dann gibt es ja immer noch die unwahrscheinlichen, aber an einem letzten Spieltag nicht unmöglichen Szenarien: Bekommt die Fortuna beim viertbesten Sturm der Liga eine deftige Packung, reicht Augsburg sogar eine knappe Heimpleite um vorbei zu ziehen. Umgekehrt könnte selbst ein eigener Sieg nicht reichen, wenn zeitgleich der FCA den Tabellenletzten sturmreif schießt. In jedem Fall dürfte der Rechenschieber am Samstag ein ständiger Begleiter sein.

Stürzt die Fortuna am Samstag auf Platz 16 und muss in die Relegation, wartet dort als bereits feststehender Zweitliga-Dritter der 1.FC Kaiserslautern. Aber dann muss ohnehin wieder neu gerechnet werden...
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.