Schwimmen, Radfahren, Laufen

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Nicht nur im Sport ein Ass: U23 Weltmeisterin und Vize Europameisterin Sophia Saller. (Foto: Foto: Oleksandr Voskresenskyi)
Düsseldorf

Es halten sich nach wie vor die Stereotypen, dass Sportler nicht die intelligentesten Menschen sind. Doch wer die 21-jährige Sophia Saller kennenlernt, sollte seine Vorurteile doch noch einmal überdenken. Denn die gebürtige Münchnerin vereint alles: Sportlichkeit und eine außergewöhnliche Genialität.

Von Kevin Schwank

Die ersten sieben Jahre ihres Lebens wuchs sie in Essen auf. Deshalb empfand sie den T3-Triathlon in Düsseldorf am vergangenen Sonntag auch als „ein Stück weit nach Hause kommen.“
Im vergangenen Jahr wurde sie U23-Weltmeisterin und Vize-Europameisterin. Doch damit nicht genug. Ganz nebenbei ist sie auch noch ein Mathe-Ass! Vor sieben Jahren ging sie nach London und studierte Mathe an der University of Oxford, einer der ältesten und renommiertesten Universitäten der Welt. In Kürze wird sie dort auch promovieren und ihren Doktor machen.
Sophia Saller: Jung, sportlich, intelligent! Kein Wunder, dass sie in Düsseldorf als Favoritin an den Start ging. Der Reiz an einem Stadt-Triathlon war für sie von Anfang an klar: „Hier läuft man halt nicht in der Mitte von Nirgendwo. Hier feuern einen viele an und es gibt eine schöne Kulisse!“
Zumindest dabei sollte sie Recht behalten. Denn am Sonntag strömten viele tausende Menschen ans Rhein-Ufer, um den Athleten beim Laufen, Schwimmen und Radeln zuzuschauen. Manche klatschten, manche feuerten an, manche jubelten zu. Die Stimmung passte zum sonnigen Wetter!
Auch Sallers Familie war unter den vielen Sport-Begeisterten. Und diese sollte nach dem Renn-Ende ihrer Tochter eine wichtigere Rolle einnehmen, als erwartet. Denn Sophia enttäuschte beim Triathlon und wurde am Ende nur Achte. Gut, dass die Eltern zum Trost spenden in Düsseldorf waren.
Untröstlich allerdings schien sie selbst. Nach der Zielankunft musste sie erst einmal verschnaufen, gratulierte der Gewinnerin höflich und fair, verschwand dann aber selbst in der Menge. Verstehen konnten alle ihre Enttäuschung, hatte sie sich doch selbst viel mehr vorgenommen und wollte ihrerseits die Schnellste sein.
Aber am Ende ist sie sicher über die gefühlte Niederlage hinwegkommen. Und wer weiß, vielleicht gewinnt sie in einigen Jahren den T3-Triathlon ja als fertige Doktorandin der Oxford-Universität. Es wäre ihr zu wünschen.
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