Zum Verschnaufen fehlt die Zeit

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Der Wind wehte stürmisch um die Anlage des Düsseldorfer Hockey-Clubs. Ein paar Blätter, die auf dem Kunstrasenplatz verstreut liegen, zwei kleine Kinder, die wacker dem kühlen Wetter trotzten.

Schnell suchten am vergangenen Samstag die meisten Besucher den Schutz in der großen Halle. Während es am Eingangsbereich noch ruhig und gesittet zuging, hörte man weiter hinten schon das charakteristische Quietschen von Specksohlen auf rutschigem Hallenboden. Dazu das kämpferische Anfeuern einiger Mädels. Es ist Hallen-Hockeyzeit beim DHC.
Die Bundesliga-Saison hat seit vergangenen Samstagnachmittag begonnen. Zunächst durften die Mädels ran gegen RTHC Leverkusen. Das kleinere Feld, nicht durch Aus-Linien sondern mit einer kleinen, etwa zehn Zentimeter hohen Seitenbande abgegrenzt. Mitten drin jeweils fünf Feldspielerin, die um den kleinen gelben Hockey-Ball streiten, um am Ende des Weges die jeweilige Torhüterin zu überwinden.

Damen wie gewohnt erfolgreich


Wie gewohnt gelang dies den Düsseldorferinnen, wie auch schon auf dem Freiluft-Feld, besser. Mit einem 6:2 fegte der DHC die Bayer-Spielerinnen vom Platz. Die Tore erzielten am Samstag Elisa Gräve, Sabine Markert, Julia Drechshage, Jennifer Fröhlich und Franziska Falcke.
Mit Unmut dürfte dieser Niederlager einer verfolgt haben, der lange Zeit eigentlich immer nur das Beste für den DHC im Sinn hatte. Denn Trainer der Leverkusener ist Volker Fried. Jahre lang trainierte er schon die Herren-Auswahl des DHC.
Seine alten Schützlinge um Spieler wie Jan Fischer konnte Fried erst im Anschluss seiner Niederlage verfolgen. Und diese zeigten, wie man es besser machen kann. Die DHC-Männer taten es nämlich den Damen gleich und besiegten Schwarz-Weiß Neuss souverän mit 9:3.

Keine 24 Stunden später nach Köln


Somit hatten die Männer im Anschluss Grund und vor allem Zeit, den perfekten Saisonstart zu feiern. Die Mädels dagegen mussten keine 24 Stunden später wieder ran. Dabei ging es gleich einmal zum Rhein-Derby nach Köln. In einer tempo- und abwechslungsreichen Partie trennten sich beide Mannschaften am Ende friedlich-freundschaftlich mit 4:4.
Für diejenigen, die die Faszination des Sports mit möglichst vielen Toren verbinden, kamen somit am Wochenende voll auf ihre Kosten. Viele Treffer und dazu noch ein Rhein-Derby. Am Ende macht eben das Tempo, die vielen Toren und Spielerwechsel auf engstem Raum die Passion Hallen-Hockey aus.
Letztlich brachte es DHC-Spielerin Fröhlich auf den Punkt: „Hallen-Hockey ist einfach viel schneller, man ist immer in Aktion und hat keine Situationen, in denen man sich mal ausruhen kann. Niemand kann kurz durchpusten und ist immer mit dabei. Außerdem fallen in der Halle ja auch mehr Tore.“
Und davon wollen die DHC-Damen noch reichlich erzielen. Denn am Ende wollen sie als amtierender Meister ihren Titel natürlich verteidigen. „Wir wollen jetzt erst mal auf jeden Fall ins Viertelfinale und dann schauen wir mal, wie es weitergeht“, sagt Fröhlich.
Zumindest das Wetter kann die Düsseldorfer dabei nicht stoppen.
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