25 Jahre Hospizverein Düsseldorf-Nord

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Der Vorstand und die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizverein. Foto: Sonja Rothweiler

Als einer der ersten seiner Art in Deutschland entstand der Hospizverein Düsseldorf-Nord im September 1992. Jetzt wird dieses Jubiläum gefeiert.

Als vor 25 Jahren Claus Frankenheim, Geschäftsführer des Bestattungshauses Frankenheim, ein Pfarrer und zehn weitere Mitstreiter sich trafen und überlegten, wie man die Situation sterbenskranker Menschen und ihrer Angehörigen verbessern kann, gab es noch kein Hospiz in Düsseldorf. "Es gab in Deutschland eigentlich keine wirkliche Form von Sterbekultur", sagt Bettina Kutzscher, eine von drei hauptamtlichen Koordinatorinnen des Hospizvereins Düsseldorf-Nord, die die Geschichte der Vereins-Gründung erzählt.
Damals organisierten Frankenheim, heute erster Vorsitzender des Hospizvereins, und die anderen Engagierten eine Vortragsreihe zum Thema Sterbebegleitung. "Die Resonanz war dann so groß, dass klar wurde, das es großen Bedarf bei den Menschen gibt." Und so wurde die Idee geboren, den ersten Ambulanten Hospizverein in Düsseldorf zu gründen. Über 300 Mitglieder zählt der Verein heute. Drei hauptamtliche Koordinatorinnen und 40 Ehrenamtliche bieten heute Hilfe für schwerkranke Menschen und deren Angehörige an.
"Es gibt aber auch darüber hinaus etwa Beratung für trauernde Menschen bei uns", sagt Kutzscher.
In den 25 Jahren habe sich viel getan. War damals der Verein einer der ersten Hospizvereine in Deutschland, so sei das Thema Sterbebegleitung und Trauerarbeit mittlerweile besser besetzt. Wo früher eher geschwiegen wurde, meldeten sich mittlerweile auch Patienten selber, die Rat suchten, sagt Kutzscher. "Aber die Betroffenen werden leider auch immer jünger."
Der Verein sieht seine Aufgabe nicht nur in der Begleitung sterbender Menschen. Es gehe vor allem auch um die Angehörigen, denen bei der Bewältigung der Trauer geholfen werde. Darüber hinaus hilft der Verein auch organisatorisch. "Nach einem ersten Besuch schauen wir, was brauchen der Patient oder die Angehörigen eigentlich", sagt die Koordinatorin. Dann gehe es etwa um die Organisation von speziellen Palliativmedizinern, die zur Schmerzlinderung und Sterbebegleitung ausgebildet sind, sowie etwa die Betreuung durch Pflegedienste oder ehrenamtliche Helfer.
Das eigentliche Jubiläum begeht der Verein mit einer Feier im Henkelsaal im Bürgerhaus an der Ratinger Straße am Sonntag, 24. September, ab 11.30 Uhr. Im Programm stehen neben Vorträgen auch etwa ein Auftritt des Pantomimen Nemo und der Bigband des Humboldt-Gymnasiums. Die Moderation übernimmt die WDR-Redakteurin Petra Albrecht. Für Interessierte gibt es noch ein paar freie Plätze, um Anmeldung unter Tel. 0211/615278 oder per Mail unter info@hospizverein-duesseldorf.de wird gebeten.

(Von Volker Budinger)
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