50 Jahre Kinderschutzbund Düsseldorf

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Das Herz-Motiv symbolisiert unter anderem die Hilfe des Kinderschutzbundes in Trennungs- und Scheidungssituationen sowie das Engagement mit der „Nummer gegen Kummer“; Sussane Schweitzer-Krantz, Heiko Engelmann, Bettina Erlbruch, Vera Geisel (v.l.).

Nein, sie möchte nicht allein auf ein Foto. Auch sonst gibt sich Vera Geisel, Frau des Oberbürgermeisters, sehr zurückhaltend an diesem Mittag im „Haus der Kinder“ an der Posener Straße. Das Haus ist eine Einrichtung vom Kinderschutzbund, Ortsverband Düsseldorf. Dieser feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen, und mit der Übernahme der Schirmherrschaft durch Vera Geisel startet der Verein in ein ereignisreiches Jahr.

Als die „First Lady der Stadt“, wie Kinderschutzbund-Geschäftsführerin Bettina Erlbruch Vera Geisel vorstellt, zu Wort kommt, wird deutlich, warum sie dieses Amt angenommen hat. Es geht um etwas, das ihr sehr am Herzen liegt: Kinder, ihr Wohl und ihre Rechte. „Die Arbeit des Kinderschutzbundes, der unmittelbar bei den Familien vor Ort in den Stadtteilen tätig ist, hat mich stark beeindruckt“, so Vera Geisel, die selbst vier Kinder hat und mit ihrer Schirmherrschaft die Arbeit des Kinderschutzbundes noch bekannter machen möchte. Gut findet sie, dass die Angebote nicht nur für deutsche und Düsseldorfer Kinder sind.

Projekt für Flüchtlinge

„Sondern für alle, egal woher sie kommen“, so Geisel mit Blick auf die Flüchtlinge, die die Stadt aufgenommen hat und noch aufnehmen wird. „Wir haben schon ein kleines Projekt für Flüchtlingsfamilien. Wir bieten ihnen einen Raum, in dem sie sich austauschen können“, informiert Bettina Erlbruch.
4000 Jungen und Mädchen hat der Kinderschutzbund im vergangenen Jahr direkt erreicht, 1400 weitere über die Eltern. Es gibt unter anderem Freizeitangebote und Familiencafés, Beratungsangebote und Betreuungsgruppen, eine Kinder- und Jugendtelefon und die Kinderkleiderkiste. „Wir haben 80 Ehrenamtliche, die jährlich 10 000 Stunden leisten“, so Erlbruch. 40 Prozent der anfallenden Kosten finanziert der Kinderschutzbund selbst. Da sind Spenden erwünscht.

Spenden sind erwünscht


Zur Hilfe kommt da im Jubiläumsjahr die Agentur Engelmann & Kryschak. Diese spendet schon seit längerem für den Ortsverband. „Als wir mitbekommen haben, dass er 50 Jahre alt wird, haben wir gesagt, dass wir das tun, was wir am besten können“, so Heiko Engelmann, Inhaber und Geschäftsführer der Agentur. Sprich: eine Kampagne und ein Jubiläumslogo. Drei Plakatmotive hat die Agentur gemeinsam mit dem Kinderschutzbund entwickelt. Im Juni und im September werden sie im Stadtgebiet zu sehen sein. Ein gebrochenes Herz, das wieder zu einem wird, eine traurige Sonne, die wieder lachen kann: „Seit 50 Jahren geht es um Familie und Lebensglück“, erklärt Engelmann diese Motive.
Auch Susanne Schweitzer-Krantz, Vorsitzende des Kinderschutzbundes, weiß, dass der Wunsch nach Liebe und Harmonie für Kinder wichtig ist. Das sei heute so und vor 50 Jahren so gewesen. „Nur die Lebensumstände haben sich geändert“, sagt sie. So seien etwa die verbindenden Momente in Familien weniger geworden. „Es ist wichtig zu verhindern , dass es Kindern schlecht geht“, sagt Schweitzer-Krantz, die seit 33 Jahren als Kinderärztin tätig ist. Hier könne die Organisation helfen. Kindern aus zerrütteten Ehen oder Kinder, die Gewalt erlebt haben, könnten erfahren, dass das Leben noch gut werden kann.

Aktionen zum Jubiläum


Das ganze Jahr über gibt es Aktionen zum Jubiläum. Unter anderem eine Ausstellung zum Thema „Kinderrechte“ im Rathaus (20. - 30. März), ein Jubiläumsfest für Kinder (12. Juni), ein Familienfest zum Weltkindertag (13. September) und eine Benefizveranstaltung im Theater an der Kö (25. Oktober).
Warum da? Ganz einfach. „Theaterleiter René Heinersdorff ist der Enkel eines Begründers des Kinderschutzbundes“, so Bettina Erlbruch.
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