Anstrengendes Wochenende für die Schützen

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  Schausteller mit dem Beginn der Kirmes unzufrieden



Für die Schützen und die Schausteller war es ein anstrengendes Wochenende. Die einen hatten einen vollen Terminkalender, die anderen hatten Angst vor dem Regen. Rechtzeitig in der Regenpause kam Oberbürgermeister Thomas Geisel zur Eröffnung der Kirmes. Schnell das Band durchschneiden, schnell ins Festzelt und schnell das Fass angeschlagen. Für Oliver Wilmering, den Vorsitzenden des Schaustellerverbandes Düsseldorf, war der Auftakt zu mau. „Das Wetter hat uns gleich den ersten Tag vergrault“, meint der Schausteller. Alle hoffen, dass sich das Wetter für die Woche einigermaßen stabil hält. Nach Fassanstich und Ehrung der neuen neun Schausteller, gab es die obligatorischen Reden. Schützen-Chef Lothar Inden konnte sich nicht verkneifen, den OB zu frotzeln, denn dieser vollbrachte nur mit einem erheblichen Aufwand das Fass anzuschlagen. „Lieber Herr Oberbürgermeister waren es neun oder sieben Schläge“, rief er ihm lachend zu. Dieser hatte ursprünglich etwas vollmundig behauptet, das Fass in drei Schlägen anzuzapfen. Inden wies noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass es mit der Flut der Gesetze einmal gut sein muss, denn es treibt die Schausteller in den Ruin. Auch machte er deutlich, dass die Schützen und speziell die Vereine großartige Arbeit hinsichtlich der Integration leisten. „Bei uns ist jeder willkommen“, meint Inden. Wie immer in den letzten Jahren war auch diesmal das Thema Sicherheit, einen Hinweis wert. Hier machte der Schützen-Chef unmissverständlich klar: „Wir werden das Fest feiern, so wie wir immer unsere Geselligkeiten pflegen!“
Die Feierlichkeiten endeten recht früh, mussten die Schützen doch anderntags zur Investitur. Auch wenn einige der feierfreudigen Schützen Zelt und Altstadt für die Nacht vorzogen, so standen sie doch pünktlich auf dem Markplatz vor dem Rathaus, um dem Regimentskönig zu huldigen. Vom Balkon des Rathauses ließ Lothar Inden das Schützenvolk und die zahlreich erschienen Bürger wissen, dass heute der König mit all den für die Macht wichtigen Insignien ausgestattet wird. „Leider nur für ein paar Tage, dann schießen wir den neuen König aus“, erklärt der Chef. Die Investitur ist für den Regimentskönig der Höhepunkt der Regentschaft, der mit dem Zapfenstreich beendet wird. Inwieweit die Schützen auch an diesem Tag den Feierlichkeiten nachgegangen sind ist nicht bekannt. Jedoch waren sie auch am darauffolgenden Tag, dem Sonntag, pünktlich zur Abnahme und zur Parade erschienen. Wie immer zogen die rund 3300 Schützinnen und Schützen nach dem Appell von der Rheinterrasse durch die Stadt zur Reitallee. Die prächtige Parade, wurde vom Oberst Günther Pannenbecker ohne Malheur als vollzählig gemeldet und zog dann an vielen tausend Zuschauern und der vollbesetzten Ehrentribüne vorbei. Einigen Schützen war danach durchaus anzusehen, dass das erste Wochenende wohl ein sehr anstrengendes gewesen war. Wer so wie die Schützen feiern kann, der kann auch den nächsten Feierlichkeiten standhalten
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