Bilker Schützen: Zukunft und Vergangenheit dicht beeinander

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Zeigt stolz das Exponat des Königsordens aus den Jahren 1896/1897: Ulrich Müller, Sportwart der St. Sebastianus Schützen Bilk. Foto: Stefanie Siegel
Bilk. „Eigentlich ist es ein Aufwärmraum mit Schulungscharakter“, beschreibt Ulrich Müller, eines der ältesten amtierenden Mitglieder des Sankt Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf-Bilk, den großzügigen Raum auf der Ubierstraße. Müller war schon als Kind im Schützenverein dabei, marschierte bereits im Alter von nur drei Jahren 1960 das erste Mal im Schützenzug mit.
1981 übernahm er in seinem Heimatverein, den Bilker Schützen, im Alter von 24 Jahren das Amt des Schießsportwarts und führte die Bilker Sportschützen von Erfolg zu Erfolg. In nun fast 35 Jahren bildet sich damit eine Erfolgsstory ab, die sich bis heute fortsetzt.
Es sammelten sich hunderte von Kreis-, Bezirks- und Landesmeistertiteln, zusätzlich kamen einige Deutsche Meisterschaften und Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften hinzu. Die größten sportlichen Erfolge hatte er mit den zwei Welt- und Europameistertiteln sowie einer Olympiateilnahme seiner Schützlinge, den Sportschützen.
Bis heute trainiert er die Sportschützen des Vereins, unter anderem in eben jenem „Aufwärmraum mit Schulungscharakter“.

Wettkampfraum und Schützengeschichte

Und doch hat besagter Raum, der eigentlich der Konzentration vor Wettkämpfen dient, mehr zu bieten als nur funktionalen Charakter: hier versammeln sich auch Relikte aus nahezu 120 Jahren Schützengeschichte. Egal ob die Ahnengalerie aller Schützenkönige seit 1880, der Fotogalerie aller Jungschützenkönige seit 1980, einer Kopie der Niederschrift der Kompaniegründung, einem original Kirmesplakat aus dem Jahre 1913 oder unzählige Pokale und Ehrenpreise – der Raum an der Ubierstraße erzählt Geschichte und atmet Brauchtum.
Neben Geschichte und Brauchtum ist Ulrich Müller und den Bilker Schützen aber vor allem eines sehr wichtig: die Jugendarbeit. „Wir haben uns und unseren Sport bereits an einigen Schulen vorgestellt“, erzählt Müller, „und wollen damit die Zusammenarbeit mit jungen Menschen intensivieren.“ Dazu zählt auch, dass Schüler die Möglichkeit erhalten, mit den Schützen über die Kirmes zu marschieren.
Und auch das ehrenamtliche Engagement der Schützen hebt Müller deutlich hervor: „Wir engagieren uns sowohl in Alten- und Pflegeheimen wie auch in Kinderheimen und -einrichtungen in der Stadt.“ Um ehrenamtlich tätige Menschen für ihr gesellschaftliches Engagement zu danken, haben der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Bilk sowie die Kreissparkasse Düsseldorf die Jakob-Faasen-Plakette ins Leben gerufen. Damit zeichnen sie Personen aus, die sich für die Menschen der Stadt und der Region eingesetzt haben. Und nicht zuletzt damit Vergangenheit und Zukunft miteinander verbinden.
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