Buchtipp und Lesung: Gute Reise lieber Justin

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Eda Maugsch liest aus ihrem Buch vor.
  Düsseldorf: Mayersche Buchhandlung |

Edda Maugsch las heute Abend in der Mayerschen Buchhandlung an der Kö aus ihrem Buch „Gute Reise lieber Justin“ vor. Es ist ein sehr persönliches Erinnerungsbuch für Justin, einem 11-jährigen Jungen, der im Regenbogenland betreut wurde und dort die letzten zwei Monate seines kurzen Lebens verbrachte. Das Buch schildert Episoden aus den letzten Wochen des Jungen und bringt dem Leser die Arbeit des Kinderhospizes greifbar nah, mal lustig mal bedrückend und oft nachdenklich machend.

Das Vorwort für dieses Buch hat Nikolaus Schneider, der ehemalige Präses der Evangelischen Kirche Deutschlands, geschrieben. Er erinnerte die gut 40 Besucher ganz in Justins Sinne daran, wie wichtig es ist im JETZT zu leben. Denn genau das ist es, was Justin den Mitarbeitern vom Regenbogenland und allen Menschen um sich herum gezeigt hat. Er hat gezeigt, „was es heißt zu leben.“ Es war Nikolaus Schneider eine Herzensangelegenheit, das Vorwort für dieses Buch zu schreiben. "Ein solches Buch, ein solcher Ort, ist eine Ermutigung zum Leben", sagte Schneider.
„Gute Reise lieber Justin“ erinnert jedoch nicht nur an Justin, sondern zeigt auch auf eine sehr persönliche Weise, was die Arbeit in einem Kinderhospiz ausmacht. Auch Norbert Hüsson, Vorsitzender vom Förderverein Kinder- und Jugendhospiz Düsseldorf e.V.) betonte nochmals, wie wertvoll dieses Erinnerungsbuch für das Regenbogenland und die Kinderhospizarbeit ist.


Gibt es Schokolade im Himmel?

Die Autorin und ehemalige Mitarbeiterin des Regenbogenlandes Edda Maugsch sorgte mit der Auswahl einiger Passagen aus dem Buch für das eine oder andere Schmunzeln bei den Zuhörern. Denn Justin hat zum Teil ganz pragmatische Fragen gestellt: So wollte er einmal wissen, ob es im Himmel auch genug Schokolade gibt? Und ob man die kaufen muss, und wo man denn dann das Geld dafür herbekommt. Justin hatte Angst vor dem Sterben und vorm Alleinsein. Kurz vor seinem Tod ließ sich Justin noch taufen. Er hatte Angst, in die Hölle zu kommen. Im Himmel, da sei er wieder ganz gesund, war er sich sicher. Und um darüber berichten zu können, wie es dort ist, nahm er ein Handy mit in den Sarg.
"Diese Geschichten haben mich so berührt und beeindruckt, dass ich mich entschlossen habe, sie aufzuschreiben", sagte die Autorin. Edda Maugsch erzählte aber auch unzählige Geschichten über Justin, seine verrückten Ideen, mit denen er das Regenbogenland-Team ganz schön auf Trapp gehalten hat, seinen unerschütterlichen Lebensmut, aber auch von seiner nie enden wollenden Sammelleidenschaft. „Wir brauchen mehr Nikoläuse!“ hat Justin oft gesagt, mit dem Ergebnis, dass die Nikoläuse nicht mehr nur in seinem Zimmer standen, sondern bald auch im ganzen Regenbogenland verteilt waren. Dafür startete er sogar einen Aufruf auf der Homepage des Kinderhospizes. Aus diesem Grund wurden auch am Ende der Veranstaltung in Erinnerung an Justin kleine Schoko-Nikoläuse an die Gäste verteilt.

Das berührende Buch „Gute Reise lieber Justin“ ist gegen eine Spende in der Mayerschen Buchhandlung Droste (Königsallee 18) und im Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland erhältlich.
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 19.11.2015 | 14:30  
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