Bürgerfest der Düsseldorfer Jonges im Hofgarten

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Das “Wasser-Ei” von dem Künstler Kanjo Také Bild: Peter Ries

Zu einem ungewöhnlichen Kunstereignis am 13. September lädt der Heimatverein Düsseldorfer Jonges in den Hofgarten ein: Präludium zum Geschenk für die Stadt.

Der „Jröne Jong“ im Düsseldorfer Hofgarten wird neu ins Licht gerückt. Die historische Brunnenfigur steht im Mittelpunkt eines Festes, das der Heimatverein Düsseldorfer Jonges am Freitag, 13. September 2013, ab 19.30 Uhr vor Ort veranstaltet. Das Jonges-Bürgerfest mit seiner ungewöhnlichen Inszenierung ist sozusagen die Geschenkhülle, die Verpackung. Eingeleitet wird damit die Übergabe eines Geschenkes, das von den Jonges einige Wochen danach, voraussichtlicher Start Ende Oktober, als dauerhafte Licht- und Fontänen-Installation des Künstlers Kanjo Také der Stadt zum 725jährigen Bestehen übereignet wird.

„Tanz der göttlichen Helden“ nennt der deutsch-japanische Multimediakünstler seine Videoprojektion, die ab etwa 21 Uhr auf einem 144 Quadratmeter großen Wasserschild erscheinen wird und japanische Mangas mit Wahrzeichen Düsseldorfs und der Jonges kombiniert. Ort des Festes ist der Weiher an der Reitallee zwischen Schauspielhaus und Theatermuseum. Für dieses ungewöhnliche Ereignis hat der Musiker Eberhard Kranemann
(„Kraftwerk“) die Klangkulisse komponiert. Bis 18. September wird die Lichtperformance als temporäres Schauspiel immer in den Abendstunden zu erleben sein.

Ein musikalisches Bühnenprogramm mit Posaunisten der Robert-Schumann- Hochschule begleitet den Eröffnungsabend. Das Angebot an Speisen und Getränken, verteilt auf vier Stände, reicht von Currywurst bis Sushi und setzt damit auch einen japanischen Akzent. René le Riche (WDR) führt als Moderator durch den Ablauf.

Ansprachen werden gehalten von Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven, Oberbürgermeister Dirk Elbers, vom japanischen Generalkonsul Kiyoshi Koinuma und von Dr. Dr. Ruprecht Vondran, Vorsitzender der Ernst-Stiftung. Förderer des Projektes, denen der Dank der Jonges gilt, sind folgende Institutionen, Firmen bzw. Personen: Ernst-Poensgen-Stiftung, Heinz-Schmöle- Stiftung, Commerzbank AG, Die Developer GmbH & Co.KG, Dreischeibenhaus GmbH & Co. KG, Dr. Manfred Droste, Dr. Reinhold Hahlhege, Nikko Hotel
Düsseldorf, Mitsubishi Electric Europe B.V. Niederlassung Ratingen, Saint- Gobain Rigips GmbH, Professor Dr. Wolfgang Schulhoff, Stadtsparkasse Düsseldorf, Stadtwerke Düsseldorf, Albrecht Woeste.

Zum Jonges-Bürgerfest am 13. September, das gegen 22.30 Uhr ausklingen soll, werden rund 3.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Um die Manga-Projektion auf dem Wasserschild zu erleben, können sie sich mit Blick Richtung Innenstadt weitläufig zwischen der Bühne und den Bewirtungswagen auf dem Areal verteilen.

Takés „Wasser-Ei“ mit einem illuminierten, an- und abschwellenden Fontänen-Geflecht, das die historische, 1899 von Joseph C. Hammerschmidt geschaffene Brunnenfigur eines Tritonen wie in einer Atembewegung künftig ver- und enthüllen soll, dieses dauerhafte Jonges-Geschenk für die Stadt wird derzeit mit politischen Gremien und Ämtern abgestimmt. Die geplante Einschaltung etwa Ende Oktober wird Anlass bieten für ein erneutes Treffen am „Jröne Jong“ – und diese Installation soll künftig stets in den Abendstunden außerhalb der Frostperiode zu einer neuen Touristenattraktion für Düsseldorf werden.

Der Künstler Kanjo Také wurde 1953 in Berlin geboren. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf, Shanghai und Tokyo. Er hat Malerei in Granada/Spanien sowie Visuelle Kommunikation und Fotografie in Berlin studiert, wirkte als Artdirector in internationalen Agenturen und begann 1988 eine freiberufliche Tätigkeit als Fotokünstler. Er hat seine Werke, vor allem Fotos und Videoinstallationen, bei zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, bei Festivals und Kunstmessen präsentiert. Auch Eberhard Kranemann, der die Klangkulisse für die temporäre
Performance erzeugt, ist ein Multimediakünstler. Er wurde 1945 in Wismar geboren, erhielt eine Kontrabassausbildung am Konservatorium Dortmund, studierte Grafik an der Düsseldorfer Kunstakademie, gehörte zur Szene um Joseph Beuys. Schwerpunkt seines Schaffens bilden Experimente mit verschiedenen musikalischen Formen, bekannt geworden ist er vor allem als Mitgründer der Elektropopgruppe „Kraftwerk“.
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