Das Titularfest – Aufmarsch für den Patron

Lothar Inden, 1. Chef der St. Sebastianus Schützen Düsseldorf überreicht der Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises, Henrike Tetz Blumen für ihre gelungenene Festrede
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St. Sebastianus Schützen feierten in der Rheinterrasse

Die Karnevalisten haben den Siedepunkt ihrer Feierlichkeiten noch nicht erreicht, da formieren sich die Schützen und läuten das neue Schützenjahr ein. Mit dem traditionellen Titularfest huldigten sie ihrem Schutzpatron, dem heiligen Sebastian (=der Verehrungswürdige). Diese Feierlichkeiten sind sozusagen der Startschuss und das wichtigste Fest für die Schützen. Rund 600 Mitglieder des St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf fanden sich in der Rheinterrasse ein, um gemeinsam das Fest des Patrons zu feiern, das in jedem Jahr um den 20. Januar - Namenstag
des Heiligen - begangen wird.
Doch vor der Feier kommt die Arbeit. Und so versammelte sich das Regiment zunächst auf dem Marktplatz und marschierte zum Hochamt in die Basilika St. Lambertus. Nach Hochamt und abschreiten der Front durch den Schützenkönig Thomas Hondele, Chef Lothar Inden, Oberst Günther Pannenbecker und einer erheblichen Anzahl von Ehrengästen, unter ihnen auch Oberbürgermeister Dirk Elbers trafen sich alle im Radschläger-Saal der Rheinterrasse, um dem Fest beizuwohnen.
Dem Begrüßungszeremoniell durch den 1. Chef Inden folgte eine kurze Einführung in die traditionelle Satzung der Schützen. Er verwies auf die älteste Vereinsurkunde aus dem frühen 15. Jahrhundert, die von Herzog Adolf II von Jülich-Berg den Schützen am Sebastianus-Tag 1435 überreicht wurde. „Wir haben dieses einzigartige Originalexponat dem Stadtmuseum als Dauerleihgabe überlassen“, erklärt Inden stolz. Diese kann nunmehr von jedermann eingesehen werden. Der Festvortrag der Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf, Henrike Tetz, war kurz und persönlich. So konnten die Zuhörer erfahren, dass auch sie bereits als Kind die Schützen am Straßenrand beim Umzug bewunderte, jedoch nicht in Düsseldorf, sondern im Ruhrgebiet. Meine Kindergärtnerin fragte ich seinerzeit: „Wo gehen die Männer hin?“ Nach Harpen konnte ich erfahren und das sie dort Erbsensuppe essen. „Hätte meine Kindergärtnerin gesagt sie gehen feiern, hätte ich die Sache verstanden, aber um Erbsensuppe zu essen solange zu laufen blieb mir ein Rätsel“, erzählt die Superintendentin. Apropos feiern! Schützen feiern gern, stellt sie fest. Egal, ob in Bochum oder Düsseldorf. Sie stellt ebenso fest, dass die Schützen etwas Besonderes sind. „Sie erinnern sich an den Ursprung ihrer Gemeinschaft. Sie standen und stehen noch heute in der Tradition auf konkrete gesellschaftliche Situationen und Notlagen zu reagieren. Aber sie feiern auch einen Gottesdienst und hören auf Gottes Wort, bevor sie in den Festsaal ziehen, “ führt Tetz aus und trifft durchaus den Ton der anwesenden Schützen. Mit der Verleihung von Orden und Pokalen endete das diesjährige Titularfest des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf.

Autor:

Peter Frank aus Düsseldorf

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