Düsseldorf feiert: Heute Start der „Größten Kirmes am Rhein“

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Ein Bild aus dem letzten Jahr: Parade auf der Reitallee im Hofgarten
Farbenprächtige Umzüge des fast 700 Jahre alten St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 sind Höhepunkte zum Auftakt des Volksfestes auf den Rheinwiesen

Heute, um 17 Uhr, geben Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und Lothar Inden, Chef der St. Sebastianus Schützen von 1316, auf den Oberkasseler Rheinwiesen den Startschuss für die „Größte Kirmes am Rhein“. Das zweitgrößte deutsche Volksfest auf der pittoresken Düsseldorfer Rheinhalbinsel wird auch in diesem Jahr über vier Millionen Besucher anziehen.
Das Besondere an dieser Großkirmes ist der Brauchtumscharakter. Die Familienkirmes mit spektakulären Attraktionen und Weltpremieren – der „Hangover“ bietet freien Fall aus 85 m Höhe - wird ausschließlich ehrenamtlich organisiert – vom St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316.
Zehntausende werden die Straßen säumen, wenn am Samstag dieser Woche, ab 17 Uhr, sechs Bataillone mit 2.800 Schützinnen und Schützen in einem farbenprächtigen Festzug von der Kirmes zum historischen Rathaus in der Altstadt ziehen. Dort wird auf dem Balkon durch den Oberbürgermeister der Schützenkönig inthronisiert. Historisch gewachsen ist er ein König für vier Tage: Schon am Dienstag wird der neue König ausgeschossen, der dann, so Lothar Inden, „als Jubiläumskönig in die Annalen eingehen wird.“ Der Traditionsverein feiert im kommenden Jahr sein 700jähriges Jubiläum.
Am Sonntag, dem 19. Juli, bereiten die Schützen den Düsseldorfern und den Besuchern der Stadt ein noch größeres Schauspiel – mit dem „Großen Historischen Festzug“. Tausende Schützen in farbenprächtigen Uniformen, mit historischen Standarten, teils hoch zu Ross, teils mit imposanten Blumenhörnern, marschieren vom Rhein durch die Altstadt zur prächtigen Reitallee im Hofgarten, wo die Spitzen der Düsseldorfer Gesellschaft die eindrucksvolle Parade „abnehmen“.
Die Tradition der Schützen gebietet auch soziales Engagement: Gemäß einer überlieferten Satzung vom 20. Januar 1435, in der Herzog Adolf II. von Jülich-Berg die Statuten des Vereins bestätigte, sind die Schützen – „Männer als auch Frauen mit makellosem Ruf“ gehalten, sich für Bedürftige zu engagieren. Schützenchef Inden: „Auch in diesem Jahr bewirten wir wieder rund 1.800 Senioren in unserem Festzelt und bieten ihnen mit Musik und Tanz schöne Stunden“. Zu den neueren Statuten von 2012 gehört auch die Jugendpflege, „insbesondere die Bewahrung der Jungschützen vor verfrühtem Alkohol- und Nikotingenuss durch vereinseigene Veranstaltungen.“
Gleichwohl werden Düsseldorfer und Gäste aus In- und Ausland – größte Fans sind die Niederländer – auch bei der 114. Düsseldorfer Großkirmes die rheinische Spezialität Altbier in Zelten der heimischen Brauereien genießen. Heiß her geht es am Montag, dem 20. Juli, wenn wieder der „Pink Monday“ gefeiert wird: Lesben und Schwule aus ganz Deutschland lassen den Regenbogen leuchten. Eine Spitzenattraktion der Kirmes ist das gewaltige Höhenfeuerwerk am Rhein am Freitag, dem 24. Juli.
Die Düsseldorfer Kirmes gilt als sicherste Großkirmes Deutschlands, auf der Kriminalität faktisch nicht existent ist. Das einzige größere Problem der letzten Jahre waren Wildparker an der Kirmes – über 200 mussten 2014 abgeschleppt werden. Durch ein intelligentes und finanziell günstiges „Shuttle Parking“ an der Messe und massiven Einsatz der Rheinbahn will Düsseldorf nun auch dieses Problem eliminieren.
Info: www.groesstekirmesamrhein.de
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