Essen reichen und mehr: Gerresheimer Krankenhaushilfe „EriK“ feiert Jubiläum

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Ein starkes Team: „EriK“-Initiatorin Margarethe Fengler (mit Blumenstrauß) im Kreise ihrer Mitstreiter am Sana Krankenhaus Gerresheim. (Foto: Lammert)

Eine ganz besondere Einrichtung feiert Jubiläum: Seit zehn Jahren hilft die Freiwilligen-Gruppe „Essen reichen im Krankenhaus“ (EriK) Patienten der Sana Klinik.

Dass Menschen während eines Krankenhaus-Aufenthaltes nicht nur medizinisch besondere Zuwendung brauchen, ist gleichermaßen bekannt wie für das Pflegepersonal im Tagesgeschäft oft schwierig zu regeln. Das trifft auch bei der Nahrungsaufnahme zu, für die besonders Patienten mit Demenz einen gesteigerten Zeitbedarf haben. Genau hier setzt die Grundidee von „Essen reichen im Krankenhaus“, kurz „EriK“, an.

Bei dieser Form der freiwilligen Krankenhaus-Hilfe werden Patienten zu Frühstück und Mittagessen von geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern besucht und unterstützt. Diese können dem Erkrankten, der nicht mehr selbstständig zu Essen vermag, in einem für ihn angemessenen Tempo das Essen reichen.

Im April 2005, vor genau zehn Jahren also, startete das Projekt am Gerresheimer Krankenhaus. Initiatorin war Margarethe Fengler: Als ehemalige Mitarbeiterin des Sozialdienstes im Pflegeheim Manthenstrasse hatte sie entsprechende Erfahrungen mit einer dementen Bewohnerin ihres Heimes im Krankenhaus gemacht.

Mit Eintritt in den eigenen Ruhestand nahm Fengler gemeinsam mit dem damaligen evangelischen Krankenhausseelsorger Pfarrer Paul Schnapp den Kontakt zur Pflegedirektion im Sana Krankenhaus auf.

„Ich sah diese Not und wollte dagegen etwas auf die Beine stellen“, erinnert sich Fengler. Gesagt, getan. Zugute kam ihr dabei die Vernetzung aus 30 Jahren Gemeindearbeit als evangelische Pfarrfrau in Gerresheim. In Helene Heinen fand sie eine Mitstreiterin, die als ehemalige Leiterin der Krankenpflegeschule den Freiwilligen vorbereitende Kenntnisse vermitteln konnte.

So vorbereitet, startete „EriK“ am 11. April 2005 mit zunächst elf Damen und Herren auf einer Station der Inneren Medizin. Zehn Jahre später sind Margarethe Fengler und ihr Team längst nicht mehr aus dem Gerresheimer Krankenhaus wegzudenken. „Das ist eine ausgesprochen wertvolle Gruppe, die ganz tolle unterstützende Arbeit leistet“, lobt Pflegedirektorin Gudrun Jähnel. Für die Pflegenden bedeute der Dienst von „EriK“ ein großes Maß an Entlastung, für die Patienten zusätzliche Zuwendung.

„Unsere Tätigkeit bewirkt bei den Patienten ganz viel Dankbarkeit und die Lösung von Blockaden. Und das zu sehen, ist einfach schön“, betont Margarethe Fengler und lobt ihrerseits das „ganz großartige Zusammenspiel mit dem Pflegeteam“.
Aktuell sind rund 20 Ehrenamtliche in der „EriK“-Gruppe organisiert, die die Patienten beim Essen unterstützen.

Bei dieser Tätigkeit besonders gefragt sind Empathie und Beobachtungsgabe für Mimik und Gestik, ebenso wie Geduld, Verlässlichkeit, und Regelmäßigkeit in der Arbeit und eine enge Abstimmung mit dem Pflegeteam.

Die Beteiligten sind sich einig: „Essen und Trinken gehört zu den Grundbedürfnissen des Lebens und gerade weniger orientierten älteren Menschen dabei zu helfen, ist eine intime Tätigkeit“. Eine, die dem Team „Erik“ seit nunmehr einem Jahrzehnt vorbildlich gelingt. Und dass bereitet Margarethe Fengler „ganz große Freude“ und bestätigt ihr Credo: „Zusammen tun wir etwas, und zusammen können wir ganz viel erreichen.“

Wer Interesse an einer Mitarbeit bei „EriK“ hat, kann sich melden bei der Pflegedirektion der Sana-Klinik Gerresheim, Telefon 28003251 oder direkt bei Margarethe Fengler unter der Rufnummer 296273.
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